Zum Interview von
Saskia Blatakes, 17. Oktober

Wie Erwachsene und
Kinder mit Krisen umgehen

Im Gespräch mit der Psychologin Gertrude Bogyi hat die Journalistin Fingerspitzengefühl bewiesen, das in Zeiten der allgegenwärtigen Corona-Bedrohung selten geworden ist. Es führt uns vor Augen, dass Kinder in der unaufgeregten Auseinandersetzung mit den Abgründen ihrer Familiengeschichten den Erwachsenen weit voraus sind. Während wir mit überschießenden Reaktionen Vermeidungsstrategien suchen, sehen Kinder den Tatsachen in die Augen.

Sie hätten es verdient, in Krisenzeiten, im Schulbetrieb mehr solche anspruchsvolle Gespräche mit einfühlenden Menschen führen zu können, als mit unverhältnismäßigen Lerndruck noch vor dem Lockdown mehrere Test und Schularbeiten zu bewältigen. Danke an die "Wiener Zeitung", danke an die "extra"-Redaktion!

Ing. Heinz Mutzek,

1220 Wien

Übertriebene Schilderung der Corona-Epidemie in Ischgl

Die "Wiener Zeitung" berichtete in ihrer Ausgabe vom 13. Oktober, dass das Coronavirus in Ischgl "schon lange gewütet" habe. Wie die Antikörperstudie dieses Dorfes erbrachte, bestand dieses "Wüten" darin, dass 85 Prozent der Infizierten von ihrer "Erkrankung" gar nichts bemerkten und nur drei der 750 positiv Getesteten -entsprechend ein Zweihundertfünfzigstel - mit oder an Covid-19 verstarben. Von "Wüten" kann da gar keine Rede sein.

Hätte man noch ein, zwei Wochen zugewartet, dann hätte sich Herdenimmunität etabliert gehabt und der Spuk wäre für Ischgl ein für allemal zu Ende gewesen. Gewütet hat die Pest, aber ganz bestimmt nicht die jetzige Pandemie. Bitte, lassen wir doch die Kirche im Dorf!

Dr. med. Walter Rella,

2671 Küb