Migrationsromantik in
der neuen Papst-Enzyklika

Trotz des humanistischen Grundtenors mahnt der Papst mit seiner neuen Enzyklika mehr ein, als richtig und vor allem verträglich ist. In dem Papier werden globale Grundlagen in Frage gestellt, wobei die Begriffe Eigentum und Volk indirekt in Frage gestellt werden. Die Migration wird mit viel Euphemismus versehen, indem sie als "grundlegendes Element der Zukunft der Welt" nicht nur als Selbstverständlichkeit und Normalität, sondern auch als notwendig dargestellt wird. "Aufnehmen, schützen, fördern und integrieren" ist das Credo, wobei konkret auch vereinfachte Asylverfahren und humanitäre Korridore vorgeschlagen werden.

Wenig über das Kirchenvolk, das den Vatikan finanziert, und kein Wort über die Finanzierbarkeit solcher Sozialutopien und über deren gesellschaftlich-ökonomische Auswirkungen in den Zielländern.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Wasserstoff als industrielle Energiequelle der Zukunft

Beiträge, die die wirtschaftliche Verwendung von Wasserstoff erläuterten, sind in der "Wiener Zeitung" schon mehrere erschienen. Ich möchte daran erinnern, dass die Idee einer Wirtschaft, die Wasserstoff als Hauptenergiequelle propagiert, auf den Elektrochemiker John O’M. Bockris zurückgeht (Bockris/Justi: "Wasserstoff - Energie für alle Zeiten", 1979). Auch der österreichische biophysikalische Chemiker Engelbert Broda hat seit Ende der 1970er Jahre in Vorträgen und Schriften auf die Vorteile einer Wasserstoffwirtschaft hingewiesen.

Man erkennt, dass rund 50 Jahre vergehen mussten, um dieses Konzept - verbessert durch viele praktische Fortschritte (etwa die Polymerelektrolytbrennstoffzelle) und Geld von Investoren - zumindest zum Teil zu verwirklichen. Die österreichische Regierung hat sich im Frühjahr 2019 vorgenommen, Projekte zur Wasserstofftechnologie zu unterstützen. Um jedoch mit der internationalen Entwicklung einigermaßen Schritt halten zu können, wäre es sinnvoll, mehr Fachkräfte in Elektrochemie und Chemie auszubilden.

Mag. Dr. Peter Kis,

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