Mitgefühl und enge Verbundenheit mit Wien

Mittwoch, 4. November. Es ist 5 Uhr morgens, und ich habe kein Auge zugetan. Ich schreibe diese Zeilen aus der Stadt Triest. Die Nachricht von dem barbarischen Massaker in der Seitenstettengasse hat mir den Schlaf geraubt. Dort hätte ich auch sein können: Gemeinsam mit meiner Frau und meiner Tochter, an einem dieser vielen Abende, die wir im "Jazzland" verbracht haben.

Wien ist in meinem Herzen so wie in dem von tausenden von Triestinern. Es ist ein Zugehörigkeitsgefühl, das historische und nationale Barrieren überwindet: Wien umarmt uns jeden Tag durch die Architektur unserer Stadt. Es lebt in unseren Volksliedern, in den Versen unserer Dichter, in unserer Küche und in den Wörtern unseres Dialekts. Es lebt in unserer DNA, in den Wesenszügen der Menschen eines Grenzgebiets.

Die Vernunft hat Mühe, sich zwischen Ungläubigkeit und Wut zu behaupten, Wut, die ich angesichts dieser niederträchtigen Bluttat empfinde. Und wenn es auch von fundamentaler Wichtigkeit ist, die Ursachen des Bösen zu verstehen, so ist es meiner Ansicht nach noch wichtiger, dass wir wir selbst bleiben, um zu verhindern, dass der Zorn uns verändert und uns in einen Abgrund aus Hass hinunterzieht. Aus dem es dann unmöglich wäre, wieder aufzutauchen. Wien muss Wien bleiben.

Marco Albrecht,

per E-Mail

Weniger Lichtverschmutzung während der Ausgangssperre

Künstliches Licht bei Nacht und die Größe der beleuchteten Flächen steigen jährlich um rund zwei Prozent weltweit. Die negativen Auswirkungen auf Lebewesen und Umwelt sind belegt (Lichtverschmutzung, Insektensterben, Lebensrhythmen kommen aus dem Gleis). Wenn jetzt aufgrund der Covid-Schutzmaßnahmen zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr Früh Ausgangsbeschränkungen bestehen, ist das eine gute Chance, auch das Nachtlicht zu beschränken. Hallo Wirtschaft und Geschäfte: Strom für Werbung sparen, zumindest nächtens!

Fritz Baumgartner,

4222 St. Georgen/Gusen