Keine Einsicht nach
der verlorenen Wahl

- © apa/afp/Simon Maina
© apa/afp/Simon Maina

Bei Präsident Donald Trump findet derzeit nach dem Motto "Also schließt er messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf" ein Realitätsverlust statt. Traurig und eines Präsidenten der USA unwürdig.

Ernst Wiedermann,

per E-Mail

Die wiedererwachte
Gefahr des Islamismus

Das teuflische Virus des Islamismus ist längst nicht besiegt. Es hat sich, analog zum Coronavirus im Sommer, nur in unserer Mitte versteckt. Die blutige Spur wurde aber jetzt wieder aufgenommen. Sie führt quer durch Europa. Leider gilt die mediale Aufmerksamkeit dabei weniger den politischen und religiösen Anstiftern - und voran schreitet Recep Tayyip Erdogan.

Ernst Pitlik,

1220 Wien

Zusammenhalt nach
dem Anschlag in Wien

Schock. Angst. Trauer. Terror, direkt vor der Haustür. Im Herzen Wiens, unserer geliebten Heimatstadt. Da, wo unsere Kinder, unsere Familien und wir so gerne Freunde treffen. Die ersten Momente: Angst, ob es noch Gefahr gibt. Schock über Tote, Verletzte. Dann Angst, wie die Politik und Gesellschaft reagieren werden. Erleichterung, weil Ruhe bewahrt wird, zu Zusammenhalt aufgerufen wird.

Und dann die Zeit für Trauer. Vier Menschen getötet. Mitten unter uns. Wie kann ein Mensch zu so einer Tat fähig sein? Sprachlos. Und dann Wut. Unsere geliebte Religion, so entstellt. Aber Terror hat keine Religion! Der Islam will Frieden für die Menschen. As-salamu alaikum. Der Friede sei mit euch.

Die Kerzen, die Blumen und das gemeinsame Schweigen mit vielen Menschen am Schwedenplatz, bei der Ruprechtskirche, in der Seitenstettengasse, in der Judengasse - überall da, wo Menschen verletzt, getötet wurden - dieses gemeinsame Gedenken erlaubt Trauer, Tränen, Schmerz, Andacht. Und Hoffnung. Hoffnung auf eine friedliche Zukunft.

Durch besonnene Worte in der Öffentlichkeit. Durch Inklusion. Keiner wird ausgeschlossen. Keiner wird zurückgelassen. Durch Bildung. Durch "Niemals vergessen - immer gedenken". Durch offene Augen bei schleichendem Rassismus. Durch null Toleranz bei Intoleranten. Durch Zusammenhalt, gegenseitige Wertschätzung und Liebe. Unsere Gedanken sind mit den Opfern und ihren Angehörigen.

Dr.in Kowanda-Yassin Ursula
Fatima & Soz.päd. Fuchs Sabrina,

Initiative Österreichischer
Konvertitinnen IÖK

Der einzelne Mensch,
nicht die Religion

Dem Terroristen war es egal, welche Religion die Menschen haben, die er erschossen, verletzt und attackiert hat. Den beherzten türkisch-stämmige Muslimen war es egal, welche Religion die Menschen haben, denen sie beim Anschlag geholfen haben. Letztendlich ist es immer der Mensch, der abscheuliche oder heldenhafte Taten begeht.

Mag. Michaela Krizmanits,

1130 Wien

Rechtliche Mittel gegen potenzielle Terroristen

Europäischer "Homegrown-Terrorismus" ist anscheinend eine Modeerscheinung. Die in letzter Zeit erfolgten Anschläge in Europa, wurden häufig von in den jeweiligen Ländern aufgewachsenen Personen durchgeführt. Auffällig ist, dass sie als Gefährder oder Straftäter schon amtsbekannt waren, bevor sie den Terroranschlag begangen haben, und sie standen unter polizeilicher Beobachtung. Das Problem: Man kannte sie, konnte sie aber nicht dingfest machen. In diesem Bereich müssen die europäischen Demokratien die rechtlichen Voraussetzungen ändern.

Kurt Gärtner,
4600 Wels

Mutiertes Covid-Virus in dänischen Nerz-Farmen

Es ist zutiefst unmenschlich und auch unwissenschaftlich, wieder einmal (ich erinnere an die Schweinepest in Polen) mit Massentötungen eine Krankheit besiegen zu wollen. Viel intelligenter wäre es, mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen der Natur ihren Lauf zu lassen und vielleicht erleben zu dürfen, dass manche Tiere diese Infektion überstehen werden - unter Bildung entsprechender Antikörper, die dann vielleicht sogar humanmedizinisch genützt werden können. Der kleine Hinweis zu Ende des Artikels, dass die gesamte Pelztierzucht eingestellt werden soll, ist das einzig Positive.

Und wie steht es mit den asiatischen Wildtiermärkten? Und mit der gesamten Massentierhaltung? Wäre es nicht ein überfälliges Zeichen des materiellen wie intellektuellen Fortschritts, wenigstens in den hungerfreien Zonen unseres Planeten die Ernährung entsprechend umzustellen?

Dr. Helga Künzl,

1060 Wien

Die Digitalisierung der österreichischen Schulen

Zahlreiche Medien haben in der letzten Zeit berichtet, dass Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte mobile Endgeräte ab dem Schuljahr 2021/2022 bekommen werden. Diese Information ist leider unvollständig, da bei genauerer Betrachtung des Gesetzesentwurfes zur Finanzierung der Digitalisierung des österreichischen Schulwesens Folgendes festgehalten werden kann:

Endgeräte bekommen nur jene Schülerinnen und Schüler von Schulen, die über ein standortspezifisches Digitalisierungskonzept (Paragraf 2 Absatz 1) verfügen und die Schulartbezeichnung "IT-gestützt" (Paragraf 1) führen.

Nicht alle Lehrkräfte bekommen ein Endgerät, Landeslehrpersonen müssen sich drei Endgeräte (pro teilnehmender Klasse) teilen, da ausschließlich drei Geräte zur Verfügung gestellt werden (Paragraf 2 Absatz 2).

Das Digitalisierungskonzept wird als Entwicklungs- und Umsetzungsplan verstanden, der auch die Schul-, Personal- und Unterrichtsentwicklung beinhaltet. Dieser hat kurz-, mittel- und langfristige Entwicklungsziele und Maßnahmen zu verfolgen (Paragraf 7 Absatz 3). Bis wann das Konzept bekanntgegeben werden muss, ist noch unklar. Die Schulbehörde hat bis zum 15. März für das folgende Schuljahr die anspruchsberechtigten Schulen sowie konkrete Zahlen für Endgeräte bekanntzugeben.

Der vom Ministerium vorliegende "Letter of Intent" im Zusammenhang mit der Geräte-Initiative zur Digitalen Schule stellt die Schulen vor teilweise nicht bewältigbare Herausforderungen. Aber: Welche Schule kann es sich leisten, hier nicht mitzumachen?

MMag. Patricia Gsenger,
FSG-AHS Vorsitzende