Schulschließungen entgegen dem Rat von Experten

Wenn die Regierung entgegen der Empfehlung der - von ihr selbst eingesetzten - "Ampelkommission" entscheidet, so ist das eine reine Machtdemonstration wie schon im Frühjahr. Oder sind die Politiker doch klüger als die von ihnen bestellten Experten?

Wolfgang Oesterreicher,

1140 Wien

Strategische Reserven
im Gesundheitswesen

Österreich hat ein teures, gut ausgebautes Gesundheitssystem für den Normalfall, das in der Corona-Krise an seine Grenzen gestoßen ist. Es fehlen für den Ausnahmefall einer Pandemie die notwendigen medizinischen Reservekapazitäten. Noch 2003 hatte das Bundesheer drei Militärspitäler und andere medizinische Einrichtungen. Auch Fachpersonal, fast 200 Ärzte und 600 Sanitätsunteroffiziere, waren vorhanden. Die Anregung des Rechnungshofes, die nicht ausgelasteten Heeresspitäler aufzulösen, wurde vom Verteidigungsminister Norbert Darabos radikal umgesetzt. Jetzt besteht die medizinische Hilfeleistung des Bundesheeres aus Fiebermessen.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Der islamistische
Terrorist vom 2. November

Leider hält sich ein Gerücht hartnäckig: Die Entlassung des Attentäters von Wien erfolgte nicht vorzeitig, sondern nach Ablauf von zwei Dritteln der Strafverbüßung. Die Justizvollzugsbehörden haben völlig gesetzeskonform gehandelt.

Die Radikalisierung hat wahrscheinlich erst im Strafvollzug die entsprechend Verfestigung erfahren. Und wenn der staatlichen Bewährungshilfe und den privaten Deradikalisierungsvereinen sowohl Geldmittel wie Personal peu à peu gekürzt oder ganz weggenommen werden, wundert der Misserfolg der Resozialisierung gar nicht. Bewährungshilfe und Justiz zu nützlichen Idioten zu machen, hilft nicht weiter und verschleiert zudem, dass der Täter bei funktionierender Geheimdienstarbeit wohl sofort wieder in Haft gekommen wäre.

em. RA Dr. Wolfgang Rainer,

1060 Wien

Zum Artikel von Bernhard
Baumgartner, 11. November

Ein buddistischer
Stupa bei Wagram

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht über dieses wichtige Friedensprojekt und vielen Dank der Gemeinde Wagram, dass nun endlich ein hervorragender Ort gefunden wurde und das Gebäude dort entstehen konnte. Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass mir Herr Lindmayer und seine Tochter Elisabeth schon vor 65 Jahren (!) ein Begriff wurden. Ihre liebevolle Art, Gäste zu betreuen, war immer wohltuend. Auch dass zum Stupa eine Zufahrt für Menschen mit Behinderung errichtet werden wird, ist typisch für die Arbeit von Frau Elisabeth. In dem Bericht bedauere ich nur den letzten Satz, denn niemand braucht vor einem buddhistischen Bauwerk Angst zu haben.

Manfred Schweizer,

2361 Laxenburg