Zum Leitartikel von Walter
Hämmerle, 24. November

Die traurige Lage der politischen Kultur

Ich stimme Walter Hämmerle zu, dass die politische Kultur in Österreich so tief gesunken ist, wie man es sich nicht vorstellen konnte. Nicht teilen kann ich den Optimismus, dass nach Bewältigung der Krise ausreichend Zeit sein werde, um über Fehler, Schuld, Missmanagement und daraus resultierende politische Verantwortung zu reden. Allein zu reden ist auch zu wenig. Es geht vielmehr um kritische Aufarbeitung.

Was wurde beispielsweise aus dem Eurofighter-Untersuchungsausschuss, wie läuft der Ibiza-Untersuchungsausschuss, was wurde aus dem Bericht zur Ischgl-Malaise, was kann man von den blumigen Versicherungen des Gesundheitsministers, sich Abläufe und Entscheidungen bei der Bekämpfung der Corona-Krise anzuschauen, erwarten? Oder ähnlich der Innenminister im Zusammenhang mit dem Terroranschlag?

Johann Pucher,

2700 Wiener Neustadt

Höheres Regierungsbudget
für Werbekampagnen

Es macht mich fassungslos und wütend, wenn ich höre, dass sich die Regierung einen Rahmen von 170 Millionen Euro für Werbung bewilligt. Wenn ich dann noch die Statistik anschaue, an welche Medien die Werbungskosten gehen, werde ich zornig, und zugleich muss ich erkennen, wie hilflos ich als einzelne Bürgerin diesem verantwortungslosen Beschluss gegenüberstehe. Wen wundert da noch Politikverdrossenheit?

Franziska Ullmann,

1060 Wien

Ein Ranking bei
den Corona-Tests

Nachdem die Bundesländer die Initiative zur Durchführung der Corona-Tests an sich gerissen haben, könnte man dies auch sportlich sehen und eine Rangliste der Bundesländer erstellen, und zwar gereiht nach der Anzahl der Teilnehmer am Test pro 100.000 Einwohner des Bundeslandes.

Dr. Anton Schmeikal,

2345 Brunn am Gebirge