Zur Kolumne von Ernest G.
Pichlbauer, 26. November

Verwirrende Informationen während der Covid-Krise

Auch ich, zur Risikogruppe zählend, fühle mich durch die vielen unterschiedlichen Maßnahmen, veröffentlichten Meldungen, Meinungen und Zahlen eher verwirrt. Der Versuch, an objektive, klare Aussagen zu kommen, ist fast unmöglich. Manche Meldungen der Regierung und viele Beiträge im Netz flößen einem tatsächlich Angst ein oder scheinen die Lage stark zu verharmlosen. Ich teile die Kritik von Ernest G. Pichlbauer in den meisten Punkten.

Otto Diendorfer,

4150 Rohrbach-Berg

Steigende Börsenkurse bei Krise der Realwirtschaft

"Ist den Börsen noch zu trauen?", fragt die "Wiener Zeitung" auf der Titelseite (vom 26. November). Nein! Zu extrem bilden sie zurzeit nicht die Situation der Wirtschaft, sondern eine Erwartung ab. Beflügelt wird diese Haltung durch das billigste Geld, das es je gab. Wenn die Notenbanken in dieser Weise fortfahren, muss die aktuell unterrichtete Volkswirtschaftslehre umgeschrieben werden - oder es passiert das, was immer in so einer Situation passiert. Und je später, umso krach! Der Goldpreis, der hier warnen könnte, ist übrigens leicht zu manipulieren.

Jürgen Jauch,
4040 Linz

Vorsätze für Advent
und Weihnachten

Der zerzauste Christbaum vor dem Rathaus in Wien ist ein ungewolltes Mahnmal dafür, dass wir uns mitten in der größten wirtschaftlichen Krise seit dem Zweiten Weltkrieg befinden. Die Forschungsergebnisse über das Coronavirus zeigen uns den Weg, den wir gehen müssen, den wir aber leider durch Gier und Konkurrenzdenken unfähig sind einzuschlagen. Wie wir uns auch weigern, dem Diktat von Prioritäten zu folgen, indem wir - entgegen alle Vernunft - den Handel retten sollen, um nach mehr oder weniger erfolgreich überstandenen Massentests den Wintertourismus auf die Sprünge zu helfen.

Nutzen wir die Adventzeit für verantwortungsvolle und vernünftige Entscheidungen und - ganz nebenbei - dazu, das Christkind gegen die Übermacht des Weihnachtsmannes zu stärken. Vielleicht wird dann "Weihnachten wie damals" annähernd möglich.

Dorothea Nahler,

1130 Wien

Das Ende von Hongkongs Sonderstatus in China

Die nach der Übergabe von Hongkong an China lange gehegte Illusion, autark bleiben zu können, war von Anfang an utopisch. Es ist durchaus verständlich, dass die Hongkonger ihren westlich ausgerichteten Lebensstil keinesfalls gegen jenen Nationalchinas wechseln wollen. Dies zeigten und zeigen sie bei friedlichen Demonstrationen, die Chinas Staatschef Xi Jinping mit allen erdenklichen Mitteln niederschlagen lässt. So werden es in absehbarer Zeit viele Hongkonger vorziehen, ins Bruderland Taiwan zu emigrieren.

Hans Gamliel,

CH-9400 Rorschach