Zum Leitartikel von Walter
Hämmerle, 12. Dezember

Urteil der Höchstrichter
zur Sterbehilfe

Dieser Leitartikel ist, auf knappe zwei Spalten kondensiert, das Sachlichste und die Diskussion Bereicherndste, das ich zum Thema in den vergangenen 24 Stunden gelesen habe. Danke.

Dr. Wolfgang Kimmel,

1090 Wien

Zum Gastkommentar von
Helga Kerschbaum, 5. Dezember

Mehr Augenmaß im öffentlichen Diskurs

Ich stimme Helga Kerschbaum vollinhaltlich zu. Das Gefühl, dass der Opposition der politische Eigennutz wichtiger ist als konstruktive Vorschläge, deprimiert. Auch in Bezug auf die Medien gebe ich Frau Kerschbaum vollkommen recht. Kleines Beispiel: "Pannenserie bei den Massentestungen, IT-System fiel aus." Ich war an diesem ersten Tag testen. Der Computer schaffte es gerade nicht, deshalb wurde der Zettel von Hand ausgefüllt. Was war der Schaden für die Beteiligten? Nicht merkbar, was aber war deutlich merkbar? Ein völlig reibungsloser Ablauf, keine Schlangen, keine Drängereien, keine Wartezeit.

Mag. Gottfried Zykan,

per E-Mail

Solidarität nur bei gegenseitigem Respekt

Helga Kerschbaum legt die ganze moralische Pflicht zur Solidarität in den Schoß der Opposition. Wenn man das Verhalten der Oppositionsparteien im Bund genau anschaut, wird man feststellen, dass die SPÖ und auch die Neos sehr wohl die meisten Maßnahmen der Regierung mitgetragen haben, bei aller Kritik - diese zu äußern wäre allerdings als ihre demokratische Pflicht zu betrachten. Jedoch hätten auch die Regierungsparteien die Pflicht, der Opposition Respekt und Höflichkeit entgegenzubringen. Die ÖVP-Mitglieder der Regierung zeigen leider regelmäßig ihre Verachtung für die "Sozis". Die erwünschte "Zurückhaltung" und "Solidarität" der Opposition kann es nur geben, wenn auch die Regierenden die Opposition respektieren.

Prof. Nicholas Allen,

1190 WIen

Zur Kolumne von Christian Ortner, 4. Dezember

Die Rolle der Atomkraft
für die Energieversorgung

Die Ablehnung der Kernenergie verrät durch ihre geographische Verteilung, dass sie weitgehend emotional begründet ist. Gerade erleben wir im Wiener Raum wieder mehrere Wochen mit sehr wenig Sonne und Wind; woher unser Strom nach einem völligen Umstieg auf erneuerbare Energiequellen dann käme, kann man sich ja vorstellen: entweder aus fossil betriebenen Anlagen oder aus Atomkraftwerken jenseits der Grenze. Allerdings: Bei den von Christian Ortner erwähnten neuen AKW, die gar keinen radioaktiven Müll hinterlassen, dürfte es sich um Fusionsreaktoren handeln, deren Betriebsreife noch in weiter Ferne liegen könnte.

D.I. Ewald Pangratz,

1130 Wien