Großteil der Flüchtlinge außerhalb Europas

Ein Blick auf die UNHCR-Statistik zeigt, dass ein Großteil der Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan nicht in Europa, sondern in den Nachbarländern Zuflucht findet. In der Türkei halten sich etwa 3,6 Millionen Flüchtlinge aus Syrien auf, in Pakistan 1,4 Millionen, im Iran fast 1 Million, vorzugsweise aus Afghanistan. Sogar der kleine Libanon mit etwas mehr als 6 Millionen Einwohnern hat nahezu 1 Million Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Dazu kommen die afrikanischen Staaten Sudan (1,1 Millionen) und Uganda (1,3 Millionen), die Menschen aus dem Südsudan, Eritrea, Somalia und anderen afrikanischen Ländern vorübergehenden Schutz gewähren.

Nur ein geringer Teil der Geflüchteten sucht in Europa um Asyl an. Österreich als eines der weltweit reichsten Länder könnte sich durchaus mehr Großzügigkeit leisten.

Elfie Fleck,

per E-Mail

Globales Agrarbusiness
in der Sackgasse

Wenn sich junge Landwirte (endlich) Gedanken machen, ob die neoliberale globale Kapitalismus-Religion noch richtig ist, dann ist das herzlich zu begrüßen. Das macht die Etablierten in Zeiten von Landwirtschaftskammerwahlen besonders nervös. Die festgefahrenen Denkpfade von Lobbyisten, bauernfreundlichen Genossenschaftsbanken, EU, Ministerien und Kammern schaffen nicht unbedingt das Grundvertrauen in eine nachhaltige ökologische Landwirtschaft mit Zukunft. Die Bürgerinnen und Bürger wissen, dass es so nicht weitergehen kann mit unserer kleinen Erdkugel.

Der ganze Wahnsinn rund um Freihandelsverträge, Weintrauben aus Peru, Dörrzwetschken aus Kalifornien, Birnen aus Johannesburg, Kunstdünger, Regenwaldabholzungen, Bienenvergiftung, Dürre-, Hochwasser- und Sturmkatastrophen, Lebensmitteldumpingpreise, Superkuhzüchtung, die Diktatur der Lebensmitteldiskonter, all das sind planetenzerstörende Sackgassen.

Es ist wohl so, dass die Preise für landwirtschaftliche Produkte rücksichtslos niedrig gehalten werden müssen, damit die Milliarden-Menschheit genügend Geld für das Perpetuum Mobile des Konsumwahnsinns zur Verfügung hat. Auf dem Weihnachtsteller ein Schnitzerl um 2 Euro, ein neues Smartphone um 990 Euro.

Fritz Baumgartner,
4222 St. Georgen/Gusen

Brexit-Einigung mit
Vorteilen für Großbritannien

Die nach außen hin zur Schau getragene beiderseitige Zufriedenheit über das Abkommen zwischen der EU und Großbritannien soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um einen sehr faulen Kompromiss zu Lasten der EU handelt. Großbritannien kann weiterhin Freihandel mit dem Kontinent betreiben, ohne Verpflichtungen einzugehen und Zahlungen zu leisten. Brüssel hat sich merkwürdigerweise über den Tisch ziehen lassen.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien