Zum Leitartikel von Walter
Hämmerle, 14. Jänner

Dringende Probleme
neben der Covid-Pandemie

Endlich, endlich wird aufgezeigt, dass es auch außerhalb von Covid-19 eine Welt gibt, die uns herausfordert, besorgt oder engagiert machen sollte. Das Klima und Initiativen gegen dessen Wandel sollten uns genauso interessieren wie dass weit hinten in vielen Ländern "die Völker aufeinanderschlagen" - was Goethes Osterspaziergänger ebenso wenig irritiert wie viele von uns, die wie das Kaninchen nur noch gebannt auf die Corona-Schlange starren.

Dr. Herbert Peherstorfer,

1030 Wien

Zum Artikel von Matthias
Greuling, 12. Jänner

Einfallreichtum erwünscht -
auch bei Verbalinjurien

Der nette Artikel über die angloamerikanischen Schimpfwörter bestätigt, was wir ohnehin schon geahnt haben: Das Repertoire ist einfallslos und vulgär. Ein Jammer, dass ausgerechnet die Sexualität dafür herhalten muss, die doch eigentlich positiv besetzt sein sollte. Da lobe ich mir die zitierten wienerischen Ausdrücke. Ein Hoch auf "Fetzenschädel", "Spinatwuchtel", "Wappler" & Co.!

Brigitte Huber,

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Die Einsamkeit des (Wahl-)Verlierers

Der Comic "Wizard of Id" persifliert den American Way of Life, indem er ihn in das fiktive Königreich Id ins Mittelalter versetzt. Einer der Bände hieß "Every man is innocent until proven broke". Genau das passiert gerade Donald J. Trump: Amerika liebt Gewinner, Amerika liebt den Reichtum, aber Amerika verachtet auch jene, die vor finanziellen Problemen stehen. Keine Fake News können darüber hinwegtäuschen, dass die Absetzbewegungen von Trump begonnen haben. Die USA hassen Verlierer.

Robert Vucsina,

per E-Mail

Grundlegende Reform
der Arbeitsmarktpolitik

Was ist aus dem blühenden Wirtschaftsstandort mit der effizienten Bildungspolitik in den 80er Jahren geworden? Es müsste nun ein Ruck durch die politische Landschaft gehen. Dies kann nur gelingen, wenn der neue Arbeitsminister es schafft, sich gegen die verkrusteten Strukturen im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen durchzusetzen.

An erster Stelle sehe ich als Betriebswirtin den Umbau des Arbeitsamtes zu einer Agentur für Arbeit, in der, wie bei einer Zeitarbeitsfirma, alle Arbeitslosen angestellt sind. Nach der Corona-Zeit werden sich Groß- wie Kleinunternehmen scheuen, sofort Arbeitsverträge mit Langzeitwirkung abzuschließen. Die Bereitstellung von Personal durch die Arbeitsagentur würde Engpässe beheben. Die an den persönlichen Fähigkeiten und den Anforderungen der Wirtschaft orientierten Maßnahmen sind von der Agentur selbst auszuführen und ständig auf Effizienz zu prüfen.

Dr. Erne Hackl,

per E-Mail