Solidarisch handeln
in der Corona-Krise

Wir können aus der Pandemie nur herauskommen, wenn wir es schaffen, durch eine möglichst hohe Durchimpfungsrate zu einer Herdenimmunität zu gelangen. Angesichts der rund 30 Prozent Zweifler und der etwa 50 Prozent Unentschlossenen steht dieses Ziel aber in weiter Ferne.

Leider ist in unserer Bevölkerung der Egoismus weit verbreitet: Wir verlangen selbstverständlich die volle Unterstützung bei den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie "vom Staat". Aber wer ist der Staat? Wir alle sind es. Natürlich ist es das Recht jedes Einzelnen, Impfungen nicht in Anspruch zu nehmen. Aber in Zeiten einer Pandemie kann Impfen auch zu einer moralischen Pflicht im Sinne der Mitmenschen werden.

Günter Braun,

1020 Wien

Versäumnisse bei
der Impfstrategie

Ich habe Verständnis, wenn in so einer Ausnahmesituation Fehler passieren und Entscheidungen relativ kurzfristig getroffen werden müssen. Unbegreiflich ist mir allerdings, dass die Regierung den ganzen Herbst es nicht geschafft hat, eine Impfstruktur aufzubauen, eine Impfstrategie festzulegen und entsprechende Informationen auszugeben, obwohl zu Ende des Sommers die Entwicklung bereits absehbar war. Diese schlimme Nachlässigkeit rächt sich jetzt.

Otto Diendorfer,

4150 Rohrbach-Berg

Alternativen zum
generellen Lockdown

Hat man schon einmal berechnet, wie viel Prozent unserer Schulkinder aus finanziellen Gründen nicht die Möglichkeit haben werden, ihre Berufswünsche zu verwirklichen? Weil die Eltern zu kämpfen haben, die Wohnung zu erhalten - nicht, weil sie nicht arbeiten wollen, sondern nicht dürfen. Kreative Lösungen sind jetzt gefragt. Wie wäre es, eine Teilöffnung zu probieren, selbstverständlich mit FFP2-Masken und zwei Meter Abstand? Zum Beispiel könnten alle jetzt geschlossenen Geschäfte nur vormittags und nur von Montag bis Freitag öffnen und die Gastronomie nur mittags für drei Stunden. Nach zwei Wochen würde sich die Folgewirkung zeigen und man könnte die nächsten Schritte setzen.

Dr. Helga Künzl,

1060 Wien

Die Berichterstattung
der "Wiener Zeitung"

Die "Wiener Zeitung" ist eines der wenigen Medien, das eine differenziertere Darstellung der Corona-Pandemie bringt. Als Beispiele möchte ich die Artikel von Simon Rosner erwähnen oder auch den Artikel von Alexander Grass zum Thema "Ganzheitlich gegen Corona". Es ist schon sehr bedenklich, dass zu diesem wichtigen Thema kein Diskurs stattfindet. Es gibt aber auch Artikel, die mir weniger gut gefallen. So der Kommentar von Edwin Baumgartner "Verquer gedacht". Leider geht der Autor nicht darauf ein, dass Querdenken etwas sehr Positives und Kreatives sein kann, aber jetzt sehr negativ kommuniziert wird.

DI Bernhard Jüptner,

per E-Mail