Entschädigungen
statt Kurzarbeit

Wie lange denkt unsere Bundesregierung, dass man Kurzarbeit, in dieser Form finanziell aushalten kann? Vor allem Dienstnehmer mit niedrigen Einkommen, die nunmehr seit zehn Monaten in dieser verweilen, können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Ihre Rücklagen sind aufgebraucht und das Konto ist bis zum Limit ausgereizt. Für viele ist sogar der Weg in die Arbeit nicht mehr leistbar. Die Regierung manövriert diese Dienstnehmer in die Armut, wenn sie nicht schleunigst handelt und den "Langzeit-Kurzarbeitern" eine nachhaltige Entschädigung zugesteht.

Gerald Perkonig,

4063 Hörsching

Eine gelungene Ausgabe
der "Wiener Zeitung"

Die Samstag-Vormittagslektüre der "Wiener Zeitung" bereitete mir am vergangenen Wochenende eine besondere Freude. Beginnend mit den drei köstlichen Glossen des "extra" bis zum Interview, das Saskia Blatakes mit der Nanophysikerin Ille Gebeshuber ("Wir leben in einem neuen Mittelalter") geführt hat. Ich glaube, dass die Beobachtungen von Natur und Gesellschaft sowie die Schlussfolgerungen, die diese weise Forscherin uns in dem außergewöhnlichen Interview mitteilt, zu den Preisanwärtern der "Wichtigsten Aussagen des Jahres und Jahrhunderts" zählen werden. Vielen Dank für diese tolle journalistische Arbeit!

Mag. Walter Ziegler,

2700 Wiener Neustadt

Zur Kolumne von Paul Vécsei,
16. Jänner & 12. Dezember 2020

Welcher Fußballer hält
den Tor-Weltrekord?

Ich wundere mich immer wieder, wenn von Torrekorden berichtet wird. Meines Erachtens halten weder Pepi Bican noch Cristiano Ronaldo irgendeinen Weltrekord. Am 19. November 1969 schoss Pelé sein 1.000. Tor. Und ich war Zeuge seines 1.001. Tors, das im Estadio Centenario in Montevideo gefallen ist. Dort spielten am
2. Dezember die Mannschaften von Peñarol und Santos. Wenn man bedenkt, dass damals seltener gespielt wurde, kann man auch verstehen, dass die Karriere von Pelé viel länger dauerte als heutige Fußballerkarrieren.

Mag. Roberto David Kalmar Lachs, MA, 3413 Oberkirchbach

Der aufmerksame Leser hat nicht unrecht. Die Differenzen sind aber leicht erklärt: Pepi Bican hält den Weltrekord an Toren in Pflichtspielen (806), den hat auch Cristiano Ronaldo noch lange nicht eingeholt. Eine entsprechende Meldung des ORF-Sport im TV war wiederholt falsch. Die mehr als 1.000 Tore von Pelé beziehen sich nicht allein auf Pflichtspiele. Bei Pelé sind 767 in diesem Sinn offiziell anerkannt. Die Differenz zu den behaupteten mehr als 1.000 beruht nicht zuletzt auf Pelés persönlichem Gedächtnis. Ronaldo liegt in der Liste der Pflichtspieltore mit nun 760 Toren noch immer nicht vorne, denn hinter dem Wiener Bican rangiert selbst noch der Brasilianer Romario mit 772 auf Platz zwei. Diese Marke könnte Ronaldo in den nächsten Wochen brechen.

Prof. Paul Vécsei