Zur Kolumne von Christian Ortner, 22. Jänner

Covid-Impfungen für
das Pflegepersonal

Mit großem Befremden wurde im ÖGKV (Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband) die Kolumne von Christian Ortner gelesen, in der er zum Schlag gegen österreichische Pflegepersonen ausholt. Mit der Aussage: "In Deutschland verweigert laut Umfragen etwa jeder zweite professionell Pflegende die Impfung, in Österreich dürfte es ähnlich sein", präsentiert er das grundlegende Argument seines Beitrags. Umfrageergebnisse können nicht einfach von einem Land auf das andere übertragen werden: Uns sind keine belastbaren Zahlen bekannt, die belegen, dass die Impfskepsis unter Pflegepersonen höher wäre als in der restlichen Bevölkerung.

Insgesamt schreibt Herr Ortner in einem herablassenden Tonfall über professionell Pflegende und schließt damit, dass er die Gesellschaft bemitleidet, weil sie gezwungen ist, "auf den mühsamen, frustrierenden Weg der Aufklärung" zu setzen. Allerdings nicht, aus Respekt vor Pflegepersonen, sondern weil bei Einführung einer Impfpflicht in dieser angespannten Situation "der plötzliche Abgang hunderter, wenn nicht gar tausender Pflegespezialisten" nicht gut verkraftbar wäre.

Herr Ortner stellt fest, dass er dies "nicht sexy" findet. Wir finden solche lässlichen Beiträge ebenfalls "nicht sexy". Solange es weniger Impfstoff gibt als impfwillige Pflegepersonen, lenkt diese Diskussion vom eigentlichen Problem ab: Wir haben zu wenig Impfstoff!

Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband,
1160 Wien

Von Fernseh-Spots
zu Corona überflutet

So wichtig und richtig die aktuellen Spots auch sind, sie sind meinem Empfinden nach nicht nur zu plakativ gestaltet, sondern obendrein auch viel zu oft zu sehen. Das führt nicht nur zu Reizüberflutung, sondern auch zu Ermüdung und scheint geeignet, à la longue in Ablehnung zu münden. Wobei diese Spots von etlichen Adressaten offensichtlich als eine Art Indoktrinierung empfunden werden. Das ist besorgniserregend. Und sollte eigentlich nicht Sinn der Sache sein. Deshalb mein wohlwollender Aufruf an die Bundesregierung und den ORF: Bitte beachten Sie eine alte Volksweisheit - "Weniger ist mehr".

Johann Ziegler,

3400 Klosterneuburg

Die Amtseinführung
von Präsident Joe Biden

Wie schön war es, an dem Zeremoniell über die Medien teilnehmen zu dürfen. Noch schöner war, dass alles ohne Zwischenfall ablief. Die Kosten für die Sicherheit der Veranstaltung sind enorm hoch. Aufgrund der vorangegangenen Ausschreitungen war es klar, weswegen diese Maßnahmen getroffen werden mussten und wer die Hauptschuld daran trägt. Daher sollte es ein Leichtes sein, denjenigen, der eigenartigerweise als Multimillionär betitelt wird, zur Rechenschaft zu ziehen.

Hans Gamliel,

CH-9400 Rorschach