Zum Gastbeitrag von
Manfred Klimek, 23. Jänner

Sozialdemokraten ohne konstruktives Programm

Eigentlich erschütternd ist die Stellungnahme der SPÖ-Funktionäre, die - außer gegen Sebastian Kurz zu sein - kaum programmatische Alternativen entwickeln wollen. Jeder Funktionärin, jedem Funktionär wäre dringend anzuraten das Buch von Anton Pelinka ("Die Sozialdemokratie - ab ins Museum?") mehrmals durchzulesen, in dem er die SPÖ auffordert, sich wieder der verlorenen politischen Mitte zuzuwenden - und das heißt im Klartext, ein stimmiges neues Programm zu entwickeln. Dort liegt die Chance der SPÖ und sicher nicht im personalisierten Rangeln. Die Führungsfigur der Partei sollte ein Nebenschauplatz sein. Wo bleiben die Alternativkonzepte, die auch mehrheitlich von der Bevölkerung angenommen werden können?

Mag. Alfred Zopf,

4822 Bad Goisern

Querschüsse gegen
die SPÖ-Vorsitzende

Die Aussage eines Wiener SPÖ-Funktionärs über "die Rendi" (Pamela Rendi-Wagner, Anm.) ist entlarvend: Die "Machtnummer" sei ihr völlig fremd und sie abzusetzen sei aufgrund der Frauensolidarität in der Partei sinnlos. Mit dem Beharren der SPÖ auf dieser Definition von politischer Macht ist die Partei bereits seit Jahren erfolglos.

Wie wäre es, wenn die männlichen Parteimitglieder sich einer neuen Parteistrategie unterordnen, statt anonym zu murren? Vielleicht könnte eine Strategie, die ebenso auf Konstruktivität setzt, wie Frau Rendi-Wagner es scheinbar tut, sogar zum Erfolg führen? Den Versuch wäre es wert. Dann müsste die Partei auch nicht erst auf den nächsten (männlichen) Retter warten.

Marianne Schlögl, MA,

1220 Wien