Zum Gastkommentar von
Otmar Lahodynsky, 23. Jänner

Die eigenen moralischen Standards umsetzen

Otmar Lahodynsky sieht in der Inhaftierung von Alexej Nawalny einen "Angriff auf den menschlichen Anstand und die europäischen Grundwerte". Wo bleiben aber Anstand und europäische Grundwerte in Europa selbst, wenn man an die Zustände in Flüchtlingslagern im Süden Europas denkt? Anderen Staaten Fehlverhalten vorzuwerfen - wenn auch zu Recht -, aber selbst innerhalb der EU "die europäischen Grundwerte" nicht überall umzusetzen, ist scheinheilig.

Karl Heigel,

3180 Lilienfeld

Zum Artikel von Daniel Bischof, 23. Jänner

Keine Schusswaffen für Soldaten außer Dienst

Ich halte die Ausgabe eines Waffenpasses an Soldaten des Jagdkommandos (oder auch andere Soldaten) für grob fahrlässig. Aufgrund fehlender Ressourcen bin ich nicht der Meinung, dass sie ausreichend Schießtraining haben - ganz zu schweigen von dem überhöhten Selbstbild der in sogenannten "Elite-Truppen" Beschäftigten.

Mag. Roberto David Kalmar Lachs, MA, 3413 Oberkirchbach

Weltweit Fabriken
für Covid-Impfstoffe

Es muss doch rechtlich, technisch und logistisch möglich sein, dass auch das "Gewöhnlichvolk" jederzeit zu einem Impfstoff gegen das Coronavirus kommen kann, und das weltweit! Wir brauchen umgehend weltweit Produktionsfabriken für Impfstoffe. Es wird ja juristisch wohl machbar sein, die Patente und Rezepte von den Pharmakonzernen zumindest befristet herauszuverhandeln. Für die jahrzehntelange vorbereitende Molekular-Forschung an den Universitäten haben ja auch wir Steuerzahler hergehalten.

Bei dem Impfstoff darf es nicht prioritär um Macht und um Milliardengewinne für ein paar Börsianer gehen. Hier geht’s um das Überleben der Menschheit!

Fritz Baumgartner,

4222 St. Georgen/Gusen

Die Vorbildwirkung
der Politiker

Wie ich den Medien entnehmen darf, gilt im österreichischen Parlament keine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Die Berufung von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka auf das freie Mandat ist als Begründung insofern unzureichend, als eine Verbreitung des Coronavirus in Nationalrat und Bundesrat eine direkte Bedrohung unserer gewählten Institutionen und damit eine Gefährdung des demokratischen Systems insgesamt darstellt. Von der katastrophalen Vorbildwirkung ganz abgesehen.

Und wenn im ORF ein Friseur darauf hinweist, die Regierungsspitze trete immer frisch gestylt in den Pressekonferenzen auf, dann scheint auch hier mehr Selbstreflexion und Selbstdisziplin angebracht.

Karl Pangerl,

per E-Mail