Zum Artikel von Edwin
Baumgartner, 28. Jänner

Der übertriebene Kult
um die "Alte Musik"

Vielen Dank an Edwin Baumgartner, der endlich ausspricht, was schon lange gesagt gehört. Werke aus dem Orkus des Vergessens zu holen mag lobenswert sein, allerdings sind natürlich auch viele Werke zu Recht dort gelandet. Die "Alte Musik" klingt immer dann rachitisch, wenn Künstlichkeit und Kunst verwechselt werden. Und über die Musikkritiker hat schon Georg Kreisler alles gesagt, was es zu sagen gibt.

Georg Stern,

1110 Wien

Das fragwürdige Ideal
des "Originalklanges"

Ich teile die Einschätzung, dass das, was als "Originalklang" bezeichnet wird, nicht immer gut ist. Vielmals ist die Praxis der Ausführung durch die technischen Möglichkeiten der Zeit beschränkt. Ich verweise auf die Fernsehfilme aus den 1960er-Jahren, die in ihrer Bildqualität kaum mehr anzusehen sind. Wenn ein Produzent damals die Möglichkeit einer modernen Kamera gehabt hätte, dann hätte er sie genutzt.

Ein solches Orginal-Bild heute nachzumachen, wäre das Gegenteil einer Würdigung der Leistung der Menschen, die damals Fernsehen produziert haben. Es gilt, solche Einschränkungen zu überwinden und damit wahrscheinlich dem Komponisten beziehungsweise Filmproduzenten ex post einen noch besseren Ton, ein noch besseres Bild zu schenken.

Gerhard Friedhuber-Teuschl, 1020 Wien

Die ärgerliche Kluft
zwischen Regie und Musik

Dieser Artikel hat mir aus der Seele gesprochen. Zum "Regietheater": Es ist auch schade, wenn bei Operninszenierungen Bühne einerseits, Libretto und Musik andererseits auf unsinnige Weise auseinanderklaffen.

Dr. Hans-Joachim Ehmayr,

1160 Wien