Zur Kolumne von Ralf Beste,
3. Februar

Die drei Farben der
deutschen Demokratie

Der deutsche Botschafter Ralf Beste schreibt, dass Deutschland stärker mit dem Nationalstolz hadert als Österreich, vor allem mit der Fahne. Es schwelt wieder ein Deutungskampf darum, ob Schwarz-Rot-Gold die Farben guter republikanischer Tradition oder übler nationalistischer Exzesse sind.

Außer vielleicht bei unwissenden Horden von Fußballanhängern war Schwarz-Rot-Gold nie Ausdruck "übler nationalistischer Exzesse", sondern das Gegenteil. Wenn heute rechte Horden durch die Gassen ziehen, dann hinter "Schwarz-Weiß-Rot". Schwarz-Rot-
Gold ist ihnen verhasst, denn es sind die Farben der demokratisch gewählten Parlamente.

Schwarz-Rot-Gold leitet sich ab von den Farben des Lützow’schen Freicorps, das sich 1848 gegen die herrschende Obrigkeit in der Frankfurter Paulskirche stellte. Es waren die Farben der Demokratie, der ersten demokratisch zusammengesetzten Nationalversammlung. Deshalb auch die Farben der Fahne der Bundesrepublik.

Dr. Rudolf Seidemann,

1180 Wien

Zum Artikel von Paul Vécsei,
30. Jänner

Eine Erinnerung
an die Kindheit

Das sehr gute Foto des Kohlenhändlers brachte mich sofort in meine Kindheit zurück! Am Ende der Belvederegasse war ein solcher. An den Wagen erinnere ich mich gut, der Mann war allerdings ganz anders gekleidet. Es kann leicht sein, dass meine Eltern auch die festgestampften Holzspäne-Patronen für unsere damaligen Eisenöfen von dort bezogen haben. Danke für diesen Zeitungsbericht.

Felizitas Patzak,

1180 Wien