Psychische Schäden durch Kontaktbeschränkungen

Entscheidungen während der Corona-Pandemie werden auf Basis von Zahlen getroffen. Die Frage ist: auf Basis welcher Zahlen? Zwölf Monate nach Beginn der Pandemie sind sowohl die Transparenz der jeweiligen Zahlenbasis als auch die Entscheidungslogiken, die so tief in Menschenleben eingreifen, sogar für manche Mediziner schwer nachvollziehbar. Eine solche Vorgangsweise macht jede positive Zukunftsperspektive zunichte, da Menschen in Unsicherheit gelassen werden.

Laut Medienberichten leiden die Hälfte aller 18- bis 24-Jährigen unter Angststörungen und Depressionen. Das beträfe rund 350.000 junge Menschen in Österreich. Das Verhältnis zwischen an Covid Erkrankten und psychisch verletzlichen Jugendlichen beträgt somit rund 1:13. Das ist nicht alles: Es darf nicht vergessen werden, dass auch andere Altersgruppen von der Zunahme psychischer Erkrankungen in den Lockdowns betroffen sind.

Der Gesundheitsminister verspricht, dass selbstverständlich gegen diesen Verlust der psychischen Stabilität entsprechende Unterstützungsmaßnahmen (etwa durch psychosoziale Dienste) gesetzt werden. Das darf uns keinesfalls beruhigen, weil dies eine reine Symptombekämpfung darstellt.

Dr. Aleksandra Dimova,

per E-Mail

Veröffentlichte SMS
von Politikern

Da liest man im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" in der Stellenausschreibung eines Bundesministeriums, dass der Bewerber - falls er denn akzeptiert wird - auch zustimmen muss, dass sein Name in das Telefonbuch des Ministeriums aufgenommen werden darf. Zugleich werden einem in den Medien und leider auch von Abgeordneten alle möglichen Details aus persönlichen, nicht für die Öffentlichkeit geschriebenen SMS von Regierungsmitgliedern mit moralischem Fingerzeig serviert! Von Datenschutz wird viel geredet. Aber Vernunft und Anstand dürften immer mehr auf der Strecke geblieben sein.

DDr. Gottfried Zwerenz,

1190 Wien

Das Echo eines
Kunstprojekts

"For Forest" diente 2019 als Mahnmal dafür, dass die Selbstverständlichkeit der Natur eines Tages nur noch in ihr speziell zugewiesenen Gefäßen zu bestaunen sein könnte, wie das etwa bereits heute mit Tieren im Zoo der Fall ist. Wie konnte man nur einen Wald auf ein Fußballfeld stellen? Für viele ein Skandal. Dennoch gab es dort jeden Abend ein großes Spektakel: Hunderte Fledermäuse stürzten sich auf die Mücken, die im Flutlicht tanzten.

Ein paar Monate später mussten aufgrund des Coronavirus, das 2019 in China seinen Weg von der Fledermaus zum Menschen gefunden hatte, weltweit die Stadien geschlossen werden. Max Peintner hat 1970 sicher nicht im Traum daran gedacht, dass Science Fiction und Wirklichkeit so verschmelzen können.

Mag. Christian Salmhofer,

Klimabündnis Österreich