Leitartikel von Walter Hämmerle, 18. März

Weniger Einschränkungen
nach einer Covid-Impfung

Es gibt merkwürdigerweise auch Stimmen, die vor einer Spaltung der Gesellschaft warnen, wenn Geimpften Sonderrechte eingeräumt werden. Aber letztlich ermöglicht jedes Dokument und jedes Zertifikat Berechtigungen, die andere nicht haben. Auch der Führerschein beispielsweise teilt die Gesellschaft in zwei Gruppen - nämlich in die, die ein Auto fahren dürfen, und in jene, denen das nicht gestattet ist - und trägt damit zu einer "Spaltung" bei.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Zum Gastkommentar von
Manfried Welan, 17. März

Die Erfahrung der älteren Generation nutzen

Prof. Manfried Welans politische Beichte ist mit großem Interesse zu lesen, wenn er auch über die Probleme der ÖVP schweigt. Um nicht bloß Hoffnung, sondern Zuversicht zu gewinnen, ist etwas Wesentliches hinzuzufügen. Es betrifft die Aktivierung der Mitverantwortung im höheren und hohen Lebensalter.

Es kann doch nicht angehen, die weit länger lebenden Menschen in ein gepflegtes Ausgedinge abzuschieben, anstatt ihre Talente, Erfahrungen und Interessen nach Kräften verantwortlich mittätig zu erhalten. Schließlich werden wir umso mehr nach der Corona-Krise die Erfahrungen der Alten zur Erfassung der vielfältigen Dimensionen der zivilisatorischen Pandemie zu deren Überwindung brauchen.

RgR Prof. Reinhard Horner, 1100 Wien

Nebenwirkungen beim Impfstoff von AstraZeneca

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA kommt nicht überraschend zum Schluss: "Der Impfstoff AstraZeneca ist sicher und effektiv beim Schutz gegen Covid-19", die Vorteile der Impfung würden die Risiken von Nebenwirkungen überwiegen. Die seltene Nebenwirkung "Thrombose in der Hirnvene" kommt in die Fachinformation. Bei dieser Argumentation wird aber nicht berücksichtigt, dass es ein großer Unterschied ist, ob ein Mensch nach einem medizinischen Eingriff (Impfung) oder durch ein nicht kontrollierbares Ereignis (Infektion) lebensgefährlich erkrankt.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Abschiebungen während
der Covid-Pandemie

Die Antwort (auf eine parlamentarische Anfrage der Neos, Anm.) von Innenminister Karl Nehammer, die Erfassung von abgeschobenen Schubhäftlingen wäre zu aufwendig, ist eine Frechheit gegenüber den Österreicherinnen und Österreichern. Vielleicht kann jemand den Minister aufklären, dass bereits vor 5.000 Jahren Staatsbeamte mittels Stricherllisten zählen konnten. Auf Tonscherben, ganz ohne Laptop!

Arch. DI Bernd Stanzel,

1070 Wien