Noch viele Jahre mit
der Corona-Pandemie

In Israel gibt es bereits einen elektronischen "Grünen Pass". - © apa / Petra Edlbacher
In Israel gibt es bereits einen elektronischen "Grünen Pass". - © apa / Petra Edlbacher

Natürlich soll ein "Grüner Pass", der ein Nachweis für die erfolgte Corona-Impfung sein soll, wenn er denn eingeführt wird, nicht nur für das Jahr 2021 gelten. Die Leute, die ihn einführen wollen, rechnen damit, dass uns die Corona-Pandemie mit all ihren Formen und Varianten noch auf Jahre hinaus in ihrem Bann halten wird. Sie sprechen auch davon, dass die Corona-Impfung Jahr für Jahr erneuert werden muss, weil man nicht weiß, wie lange ihre Wirkung anhält und ob sie auch für neu auftauchende Virusvarianten wirksam ist.

Lockdown-Maßnahmen wird es also noch auf Jahre hinaus geben müssen - aber dabei darf man nicht die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt ruinieren! Nur Massenveranstaltungen wird es halt nicht geben dürfen, aber das ist mehr eine Sache der Freizeitgestaltung und betrifft nicht vorrangig die Arbeitswelt. Wir sollten uns auf all das einstellen.

Peter F. Lang,

per E-Mail

Langes Warten auf
die Covid-Impfung

Was wir jetzt ein Jahr lang erlebt haben, ist eine zwischen Fakten, Halbwahrheiten und Desinformation oszillierende sogenannte Informationspolitik. Ein Beispiel gefällig? Am 4. Februar verkündete die Stadt Wien: "Die bereits laufenden Impfungen werden also schneller abgeschlossen, dadurch ist auch der Impfstart für die allgemeine Bevölkerung über 80 Jahren und bei Hochrisikogruppen in der Kalenderwoche 7 gesichert." Keine einzige Hochrisikopatientin, kein einziger Hochrisikopatient in meiner Umgebung wurde bis heute geimpft oder hat einen Termin. Fragt man nach, wann man drankommt, erhält man weder aus dem Gesundheitsministerium noch aus dem Büro des zuständigen Wiener Stadtrats noch bei 1450 eine Auskunft.

Rudolf de Cillia,

per E-Mail

Zum Artikel von Walter M. Weiss, 20. März

Das Frühlings- und Neujahrsfest "Nouruz"

Nachdem ich mich durch Tom Hollands Buch "Im Schatten des Schwertes" mit Erzählungen zu verschiedenen Religionen der vorislamischen Zeit durchgeackert hatte, war die Lektüre des Artikels von Walter M. Weiss "An den Quellen des Monotheismus" für mich ein außerordentlicher Genuss - ein Dokument an Sachlichkeit und Information.

Ich habe jahrzehntelang im Iran gelebt und gearbeitet, vor und nach der "Islamischen Revolution". Die einzige Revolution, die nach der Ausrufung der "Islamischen Republik" erfolgreich war: die Auflehnung aller Bevölkerungsschichten gegen das Verbot von "Chahâr Shanbeh Suri" und "Now Ruz".

Alfred Hueter,

per E-Mail

Religiöse Traditionen
und Zusammenhänge

Ein ausführlich und interessant gestalteter Artikel, insbesondere für jemanden wie mich, die ich wenig bis nichts über dieses Fest "Nouruz" und den Zoroastrismus wusste. Die Religionen allgemein und die beschriebene altorientalische Mythologie sind gut erklärt. Sehr interessant auch die Erläuterung der Zusammenhänge betreffend die Urgottheiten irano- und indoarischer Herkunft und deren spätere, zum Teil umgeformte Namen - erstaunlich, wo und wie sie sich wiederfinden.

Gesine Muschl,

per E-Mail

Zum Artikel von Marina Delcheva, 18. März

Aktienmärkte in
Europa und den USA

Der Artikel schließt mit einem Vergleich zwischen der EU und den USA hinsichtlich der unterschiedlichen Aktienkultur. Während es in den USA ganz normal für Bürger sei, in Aktien zu investieren, würde hierzulande "eher in Eigentum investiert". Diese Aussage ist irreführend und spiegelt leider den völlig verfehlten Blick des Durchschnittsösterreichers auf das Instrument der Aktie wider. Der Kauf von Aktien stellt einen Erwerb von Unternehmensanteilen dar und ist selbstverständlich ebenfalls dem Eigentum zuzurechnen.

Dass die Corona-Direkthilfen in den USA möglicherweise den bereits sehr optimistisch gestimmten Aktienmarkt weiter befeuern, steht auf einem anderen Blatt. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass selbst darin eine positive Seite für die gesamte Volkswirtschaft liegt: Je höher die Bewertungsmultiples sind, die der Markt einem bestimmten Unternehmen zugesteht, desto günstiger kann sich ein Unternehmen weiteres Eigenkapital beschaffen. Das wird zu einem weiteren Wettbewerbsvorteil für die ohnehin schon innovativeren Gesellschaften jenseits des Atlantiks werden.

Mag. Daniel Koinegg,

8200 Gleisdorf

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