Abstimmung im
MAN-Werk in Steyr

Mir ist es völlig unerklärlich, wie man angesichts der Alternativen - eine Werkschließung und der damit verbundene Verlust aller Arbeitsplätze oder eine Übernahme durch einen Investor und die Aussicht auf Erhalt von Arbeitsplätzen - gegen die Übernahme stimmen kann. Das grenzt an Masochismus.

Ernst Wiedermann,

per E-Mail

Scheinheilige Kritik
der Oppositionsparteien

So unschön die Bestellungsgeschichte des Öbag-Chefs Thomas Schmid ist, erinnert die keineswegs ungerechtfertigte Oppositions-Erregung stark ans Pharisäertum. Denn Ausschreibungen höherer Positionen im öffentlichen wie wahrscheinlich auch privaten Dienst sind oftmals vorab auf erwünschte Personen zugeschnitten. Das war, wenn auch beklagenswert, schon immer so und wird wohl weiter nicht so schnell ausmerzbar sein, zumal bei uns im Gegensatz zu den USA bei einem Regierungswechsel die Spitzenbeamten nicht abgelöst werden. Pharisäerhaft ist, wer in der Vergangenheit getätigt hat, was jetzt angeprangert wird.

Wolfgang Riemer,

per E-Mail

Nur weil es andere
auch getan haben ...

In der Sondersitzung des Parlaments am 9. April haben sich ÖVP-Mandatare darüber beschwert, dass die SPÖ der ÖVP Postenschacher vorwirft, obwohl unter SPÖ-Bundeskanzlern auch Postenschacher üblich gewesen sei. Sollte Postenschacher strafbar sein, ist es erstaunlich, dass diesen Parlamentariern offensichtlich nicht bekannt ist, dass der allgemeine Gleichheitssatz dem Rechtunterworfenen keinen Anspruch darauf verschaffen kann, nicht gesetzeskonform handeln zu dürfen, weil ein anderer nicht gesetzeskonform gehandelt hat.

Gottfried Stögner,

4600 Thalheim