Zum Artikel von Anja Stegmaier, 10. April

Der Vorschlag einer
globalen Mindeststeuer

Vielen Dank für den informativen Bericht zur US-Initiative für eine globale Mindeststeuer für international tätige Konzerne und eine Digitalsteuer. Der Vorschlag von US-Finanzministerin Janet Yellen besticht durch Pragmatismus und Einfachheit. Das lässt sich bei etwas gutem Willen rasch machen!

Schluss mit den Steueroasen: Auch die US-Finanzministerin Janet Yellen fordert einen weltweiten Mindeststeuersatz. - © afp / Nicholas Kamm
Schluss mit den Steueroasen: Auch die US-Finanzministerin Janet Yellen fordert einen weltweiten Mindeststeuersatz. - © afp / Nicholas Kamm

Jedem ortsansässigen Unternehmer, der eine Vielzahl an Steuern und Abgaben abzuliefern hat, muss die Zornesröte ins Gesicht steigen, wenn er liest, dass es einem US-Konzern unter Ausnützung aller Tricks möglich ist, bei einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 2.873 Millionen Dollar nicht nur KEINE Steuern zu zahlen, sondern noch eine Steuergutschrift von 109 Millionen Dollar zu lukrieren!

Es gibt viele ähnliche Beispiele von Unrecht, das zum Himmel schreit. Zu oft habe ich erlebt, dass notwendige und richtige Initiativen für mehr globale Steuergerechtigkeit auf die lange Bank geschoben und damit ausgetrickst wurden - siehe die endlose Geschichte um eine Finanztransaktionssteuer!

Daher: Rasch handeln und bis zum Sommer Nägel mit Köpfen machen! Corona zeigt uns, wie wichtig es ist, einen leistungsfähigen Staat zu haben. Dazu sollen ALLE ihren fairen Beitrag leisten.

Josef Riegler, Vizekanzler a.D., 8051 Graz

Zum Artikel von Peter
Nonnenmacher, 10. April

Zum Nachruf
auf Prinz Philip

Ein großes Kompliment für den sehr informativen und treffenden Artikel über Prinz Philip! Nur an einem Punkt erhebt sich ein großer Widerspruch: dass "seine Familie in den damaligen türkisch-griechischen Tumulten" außer Landes fliehen musste.

1922, nachdem die griechische Armee sich fluchtartig vor den nachdrängenden Truppen von Kemal Pascha Atatürk in Sicherheit gebracht hatte, fand in und um Smyrna (Izmir) durch die Türken ein mörderisches Massaker unter Griechen und Armeniern statt. Das waren keine "Tumulte", sondern letztlich Nachwirkungen dessen, was unter den Jungtürken schon 1915 begonnen hatte.

Dr. Klaus Porstner,

2522 Oberwaltersdorf

Leider die falschen
politischen Prioritäten

Der EU-Aufbaufonds soll den Mitgliedstaaten helfen, die Corona-Pandemie zu überstehen und Projekte rund um Klimaschutz und Digitalisierung zu finanzieren. Was passiert in Österreich? Medien, Opposition und Politik haben wichtigere Themen: Wer hat wem welche Nachrichten geschickt, wie kann man dem politischen Gegner eines auswischen. Ende April läuft die Frist aus. Arbeiten ist das Gebot der Stunde. Von den Medien würde ich erwarten, dass sie diese Probleme mit Nachdruck zum Thema machen.

Patrick Schauer,

9500 Villach