Zum Artikel von Judith Belfkih,
13. April

Der besorgniserregende Zustand unserer Gesellschaft

Die Gedanken von Richard David Precht bestärken meine Besorgnis bezüglich des Zustandes unserer Gesellschaft, der durch die Corona-Pandemie offenbar wurde.

Zum einen die (Oppositions-)
Politik, die sich sehr bald vom Modus der Solidarität zum Gegenteil wandelte. Zum anderen die Medien, denen oft nichts lieber ist als Kontroverse. Zum dritten die Leute in Österreich (wie auch in anderen Ländern). Sie sind das Echo, das die Schwingungen der oben Genannten aufnimmt, verstärkt, gut- oder schlechtheißt, zusätzlich aufgeheizt durch Informationen aus dubiosen Quellen.

Wenn man anlässlich des Todes von Hugo Portisch dessen Erinnerungen an die Journalistenausbildung in den USA gehört hat - mit Check, Doublecheck und Unschuldsvermutung -, dann muss man feststellen, dass dieses Journalistenethos bei vielen Medien in Vergessenheit geraten ist. Das "Recht auf Wahrheit" musste dem "Recht auf Lüge" weichen.

Mag. Gottfried Zykan,

per E-Mail

Das Gastgeschenk eines arabischen Prinzen

Während die EU-Staaten über die Verteilung von Impfdosen feilschen und die Pharmaindustrie uns erklärt, dass es Lieferengpässe bei den Impfstoffen gibt, läuft die Sache in Asien etwas anders.

Laut Berichten britischer Medien reiste vor kurzem ein bahrainischer Prinz samt Gefolge nach Nepal, um den Mount Everest zu besteigen. Im Gepäck des Prinzen befanden sich auch Corona-Impfdosen für circa 1.000 Personen. Bahrain betrachtete das Impfgeschenk als freundschaftliche Geste an die Bewohner der Himalaya-Region. Aber das Gesundheitsministerium in Kathmandu war anderer Ansicht und ließ die aus China stammenden Sinopharm-Dosen noch am Flughafen beschlagnahmen. Die Verwendung von nicht autorisierten Impfstoffen ist auch in Nepal strafbar.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Energie gewinnen
und sicher speichern

Schön langsam scheinen weitere Kreise die Probleme zu erkennen, die bei der Umstellung auf (fast) reine Sonnenenergie auf uns zukommen. Viele meinen, man müsse nur genügend Lithium-Akkus haben. Dies erscheint aber als überoptimistisch, schon wegen der Menge des weltweit benötigten Lithiums.

Es wurden auch Methanspeicher vorgeschlagen, diese Technik ist seit langem für Erdgas erprobt. Dagegen wird eingewendet, dass die Umwandlung von Sonnenstrom in Methan und die Rückwandlung in Strom zu viel Wirkungsgrad kosten. Allerdings entfällt die Rückwandlung, wenn nur Wärme gebraucht wird. Wenn man Methanspeicher verwendet, wird man bestehende Gasheizungen weiterbetreiben und froh sein, energetisch ein zweites Standbein zu haben, wenn der nächste Blackout kommt.

D.I. Ewald Pangratz,

1130 Wien