Zum Artikel von Alexandra Grass, 16. April

Neue Erkenntnisse zur Alzheimer-Krankheit

Der Artikel über neue Erkenntnisse zur Alzheimer-Krankheit ist sehr interessant. Vielleicht ergeben diese ja wirklich neue Möglichkeiten, die zur Heilung führen. Bislang gibt es leider nur achselzuckende Neurologen und Neurologinnen und eine Pharmaindustrie, die gut an diesen Kranken verdient, weil man ja die Nebeneffekte angeblich gut behandeln kann.

Zu hoffen ist es vor allem, weil sich die Krankheit lange vor er sogenannten klinischen Phase (in der jeder merkt, dass jemand erkrankt ist, und auch erst in dieser Zeit erkennen es die Ärzte) sich manifestiert und weil es nicht nur alte, sondern zu 6 bis 10 Prozent auch Personen unter 60 trifft.

Hermann Holubetz,

per E-Mail

Unklare Ursachen von Demenzerkrankungen

Zu hoffen wäre es, dass die neuen Erkenntnisse zu einer Alzheimer-Therapie führen. Aber bislang gibt es kein gesichertes Wissen darüber, warum die Nervenzellen beschleunigt absterben. Und dies gilt für Alzheimer und andere
Demenzen (etwa Parkinson, MSA, CTE). Nicht einmal ein frühzeitiges Feststellen ist möglich, obwohl die Wissenschaft davon ausgeht (nicht aber weiß), dass im Gehirn zwanzig Jahre vor den Symptomen schon Veränderungen auftreten.

Insofern ist zu fragen, ob die Ärzte heutzutage überhaupt an eine Heilung glauben. Wahrscheinlich ist die Krankheit für die derzeitige Menschheit zu kompliziert. Ein Reset in der Wissenschaft wäre wohl das Beste, zumindest würde ein Abgehen von wissenschaftlichen Dogmen vielleicht etwas bewirken.

Wolfgang Kralik,

per E-Mail

Weiter warten auf eine
Heilung von Alzheimer

Leider gibt es zu Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen keine Heilung und nur Theorien über die Ursachen. Am Ende des interessanten Artikels über neue Erkenntnisse werden einige Konjunktive verwendet, was wohl bedeutet, dass die an sehr viel mehr als Vergesslichkeit leidenden Erkrankten wohl weiter auf eine Heilungsmöglichkeit warten müssen. Aber vielen Dank, dass sich die "Wiener Zeitung" auch dieser Krankheit und nicht nur der derzeit "einzigen Krankheit" widmet.

Michi Klarin,

1020 Wien

Zum Gastkommentar von Adrian Eugen Hollaender, 16. April

Ende des Völkerbunds
vor 75 Jahren

Der Autor hat dem Völkerbund fünf zusätzliche Jahre seiner Existenz beschert. Die letzte Sitzung des Völkerbundes fand nicht 1951, sondern am 18. April 1946 in Genf statt - also vor 75 Jahren. An dieser Abschlusssitzung nahm als österreichischer Beobachter der junge Legationssekretär Dr. Erich Bielka teil, der später in der Regierung von Bruno Kreisky Außenminister war.

Dr. Günter Frühwirth,

1130 Wien

Meine Textformulierung stellt bezüglich des Völkerbundes nur auf den Tag ab, nämlich den 18. April, und lässt das Jahr, genau betrachtet, offen. Auch wenn sich der Völkerbund am 18. April 1946 auflöste und dessen Befugnisse auf die UNO übergingen, war es trotzdem "am selben Tag" (nota-
bene: Tag, nicht Jahr), und handelt es sich um ein doppeltes Jubiläum.

Dr. Adrian Eugen Hollaender

Maskenverweigerer
im Parlament

Also, ich trage meine Maske, weil sie mir sinnvoll erscheint und es in gewissen Bereichen Vorschrift ist. Warum werde ich bestraft, wenn ich ("das Volk") mich nicht an die Regeln halte, manche Volksvertreter in ihrer Hybris aber nicht? Bitte das sofort abstellen und unsere "Volksvertreter" mit dem "Volk" gleichstellen, sonst geht das Vertrauen in die Politik noch mehr verloren!

Stefan Thaller,

3353 Seitenstetten

Versäumnisse bei der Intensivbetreuung

Etwa 200 belegte Intensivbetten reichen bereits aus, um die Zwei-Millionen-Einwohner-Stadt Wien auf Wochen und Monate lahmzulegen. Während eines Jahres Pandemie wurden in China zusätzliche Krankenhäuser mit hunderten Intensivstationen errichtet. Bei uns arbeiten Ärzte und Pflegekräfte bereits über ihr Limit hinaus - was wurde jedoch von der medizinischen Hautevolee in diesem Jahr in die Wege geleitet?

Peter Jürß,

1160 Wien

Die Privatwirtschaft,
der Staat und das Geld

"Der Staat als Miteigentümer hat dort, wo es private Interessenten gibt, nichts verloren", gibt Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer in einem Interview mit der "Kleinen Zeitung" zu Protokoll und macht damit deutlich, was er von Verstaatlichungen hält. Im Gegensatz zum Diskutierverein Gewerkschaftsbund und anderen ehemaligen Sozialpartnern hat die Wirtschaftskammer mehr denn je Einfluss auf die Regierungsarbeit. Unter Mahrer, sagt Emmerich Tàlos, ist die Wirtschaftskammer mit der Bundesregierung sogar noch enger verknüpft als unter Christoph Leitl.

Vor diesem Hintergrund erfüllt Mahrers Position die Erwartungshaltung: Der Staat darf gerne finanziell einspringen, wenn die Privatwirtschaft versagt. Und das ist regelmäßig der Fall, weil Managementfehler die Hauptursache von Konkursen sind. Der Staat darf auch das üppige Füllhorn an diversen Förderungen, Zuschüssen und Beihilfen über die Privatwirtschaft ausschütten. Selbst die reichsten Unternehmen halten ohne Genierer die Hand auf, wenn es darum geht, vom unbeliebten Staat Millionengeschenke zu kassieren.

Ich bin weit davon entfernt, ein glühender Befürworter der Verstaatlichung zu sein, aber Privatisierung unter der Mahrer-Wirtschaftskammer ist die Fortsetzung von: "Gewinne privatisieren, Verluste und Kosten sozialisieren". Dafür hätte es keinen Generationenwechsel in der Wirtschaftskammer gebraucht.

Peter Baumgartner,

9300 St. Veit an der Glan

Mehr Strafvollzug mit Fußfesseln geplant

Das Thema "Fußfesseln" ist ausschließlich ein finanzielles. Angesichts der vollbelegten Gefängnisse braucht sich die Regierung keine Gedanken mehr über neue Möglichkeiten der Unterbringung von Straffälligen zu machen: Es gibt ja die Fußfesseln. In diesem Zusammenhang fällt die Zunahme von bedingten Strafen in der Rechtssprechung auf.

Nur hat der Strafvollzug mit Fußfesseln nichts mehr mit dem Wesen einer Strafe für die Begehung einer kriminellen Tat zu tun, nichts mehr mit Prävention, die ja das Wesentliche einer Strafe ist. Die Strafe sollte doch im besten Fall zur Einführen führen: Verbrechen lohnt sich nicht. Die Fußfessel "kratzt" jedoch den Verurteilten in keiner Weise, ist doch die persönliche Freiheit nicht wesentlich eingeschränkt im Vergleich zu der totalen Freiheitsbeschränkung in einer Zelle.

Leo Uiberlacker,

3001 Mauerbach