Zum Artikel von Gerhard Lechner, 17. April

Drohende Konflikte
in der Ukraine

Bei der Berichterstattung über die Ukraine wird meistens verschwiegen, dass sich die ukrainische Bevölkerung im Wesentlichen aus einer ukrainischen und einer russischen Hälfte zusammensetzt, die sich bei Wahlen abwechselnd durchsetzen, sodass Präsident und Regierung regelmäßig die Interessen einer Hälfte der Bevölkerung nicht vertreten. Die ukrainische Verfassung sieht nämlich keinen Föderalismus vor, der das Selbstbestimmungsrecht der beiden Bevölkerungshälften gewährleisten würde.

In diesem Lichte ist der Artikel zu verstehen. Während die ukrainische (westliche) Hälfte zur Nato tendiert, sucht die russische (östliche) Hälfte die Nähe Russlands. Eine Annäherung an die Nato könnte zu neuen innerukrainischen Konflikten, vielleicht zum Auseinanderbrechen der Ukraine führen.

Mag. Michael Müllner,

3830 Waidhofen an der Thaya

Die europäische Politik gegenüber Russland

Zum Glück war es dem angesehenen Journalisten Hugo Portisch vergönnt, das Buch "Russland und wir" noch vor seinem Tod abzufassen und zu veröffentlichen. Das Werk sollte Pflichtlektüre für die Spitzenpolitiker sowohl der Europäischen Union als auch der einzelnen Mitgliedstaaten sein.

Diesfalls wäre nämlich zu hoffen, dass pro futuro eine vernünftige und sachbezogene sowie aggressionsfreie Politik gegenüber der Russischen Föderation praktiziert wird und man davon absieht, den "russischen Bären" in den Schwanz zu zwicken - was schon Bundeskanzler Julius Raab im Rahmen der Verhandlungen über den österreichischen Staatsvertrag von 1955 als eine im höchsten Maß kontraproduktive Vorgangsweise bezeichnet hat.

Mag. DDr. Faust Wresounig,

8762 Obdach

Zum Gastkommentar von
Harald Breit, 17. April

Wie genau die
Steuerlast mindern?

Ich danke der "Wiener Zeitung", dass sie immer wieder erhellende Gastkommentare über wirtschaftliche Themen bringt. Die Aufzählung der Stärken und Schwächen Österreichs ist mir klar. Die Forderung nach einer Verringerung der Steuerlast und gleichzeitig nach breiten Förderungen bedarf einer Aufklärung: Wer soll weniger Steuer zahlen, und woher soll das Geld für die vielen Förderungen kommen? Eine deutliche Senkung der Lohnnebenkosten ist nur möglich, wenn die Sozialversicherungsbeiträge ebenso deutlich gekürzt werden. Gäbe es dafür eine demokratische Mehrheit?

Robert Grünwald,

1220 Wien

Zum Gastkommentar von
Philip Plickert, 16. April

Kulturkämpfe und
"Cancel Culture"

Wir haben die Aufklärung schon weit hinter uns gelassen und befinden uns in einer Phase der Gläubigkeit, was nicht nur die Religion umfasst.

Herrschende Strukturen haben immer die Tendenz, ihre "Normalität" unangreifbar zu machen, dabei gab es im Lauf der Geschichte viele unterschiedliche "Normalitäten". Heute wird "Rassismus" bekämpft - mit den Mitteln des Rassismus. Und die "Kämpfer" wissen nicht, dass solche Kämpfe auf die Dauer nie erfolgreich waren. Als "Gläubige" können sie das nicht begreifen, denn dazu bedarf es der Freiheit des Geistes, und ihren haben sie selbst gefesselt.

Jürgen Jauch,

4040 Linz

Abzug der US-Soldaten
aus Afghanistan

Der Abzug der US-Truppen wurde von Donald Trump beschlossen, angekündigt und dann eingefädelt. Joe Biden hat diesen Abzugstermin lediglich auf den 11. September verschoben! Der Abzug ist eine Entscheidung Trumps. So viel Ehrlichkeit muss schon sein. Aber über Trump darf wohl nur Schlechtes geschrieben werden.

Ernst Pitlik,

1220 Wien

Hunde im Wald nicht
von der Leine lassen

Tausende Wildtiere fallen jedes Jahr freilaufenden Hunden zum Opfer. Wildtiere müssen nicht direkt gerissen werden, sie sterben auch an Angst und Stress. Wald und Flur sind die Kinderstube der Wildtiere. Rehkitze und Feldhasenbabys laufen bei Gefahr nicht weg und werden damit zur leichten Beute. Deshalb dem Wild zuliebe Hunde immer an der Leine halten und Wege nicht verlassen!

Tierschutzverein, Tierheim und Gnadenhof Purzel & Vicky,

8076 Vasoldsberg