Zum Gastkommentar von
Daniel Kalbeck, 4. Mai

Das Fundament des lebenslangen Lernens

Was Daniel Kalbeck schreibt, ist in höchstem Maße zutreffend. Dass er aber nicht ein einziges Wort darauf verwendet, dass die von ihm richtigerweise so vehement geforderte Lernbereitschaft und Lernfähigkeit in der Schule grundgelegt oder - wie leider so oft - verhindert wird, erstaunt. Die Fakten sind eindeutig:

Mehr als 50 Prozent der Langzeitarbeits- und -beschäftigungslosen haben nur (oft nicht abgeschlossene) Pflichtschulbildung.

Ein Drittel dieser Gruppe ist gesundheitlich beeinträchtigt - die Zusammenhänge zwischen Bildung und Gesundheit sind evident.

Bildungskarenz und Bildungsteilzeit wurden von der primär intendierten Zielgruppe - Grundkompetenzschwache - so gut wie nicht in Anspruch genommen, sondern eher von sehr gut Qualifizierten.

Nur 2 Prozent der Kurzarbeitenden haben die freie Zeit zu einer Weiterbildung genutzt.

Wenn die Schule nun neben den vielen sonstigen Problemen auch noch einen kapitalen "digitalen Bauchfleck" hinlegt, entsteht Schaden für Jahrzehnte ... und für zigtausende Menschen.

Ernst Smole,

per E-Mail

Der Grüne Pass als
digitaler Impfnachweis

Ich verstehe die Aufregung nicht. Meine ersten beiden Impfpässe sind grün, und ich habe auch zwei gelbe mit dem Logo der Vereinten Nationen - aber alle sind aus Papier. Diese kann jeder weltweit lesen. Warum also ein österreichischer Alleingang oder eine europäische Einigung auf einen Grünen Pass, die wohl nicht so bald zustande kommen wird?

D.I. Robert Vucsina,

1020 Wien

Treibhausgase durch unsere Konsumgewohnheiten

Je mehr ich mich mit dem Thema Treibhausgasemissionen beschäftige, desto mehr verliere ich den Glauben daran, dass wir mit dem Pariser Abkommen tatsächlich die Treibhausemissionen reduzieren können oder wollen.

Im Abkommen sind die Emissionen einzelner Staaten berücksichtigt, nicht aber die Emissionen, die durch den Handel entstehen, etwas durch Containerschiffe, Flug- und Bahnverkehr. Wo sind die Emissionen unseres Konsumverhaltens erfasst? Wenn ich in einem Supermarkt gehe, stoße ich auf Knoblauch aus China, Fleisch aus Südamerika, Schuhe, Bekleidung, Fahrräder - alles kommt aus Asien. Wo sind die Emissionen dafür abgebildet? Wie kann es sein, dass ein Schnitzel aus Brasilien billiger ist als eines aus der regionalen Viehzucht?

D.I. Gregor Tichler,

1100 Wien