Der Ausbau des slowakischen Kernkraftwerks Mochovce

Als ehemaliger Leiter der Wiener Magistratsabteilung für Energieangelegenheiten erlaube ich mir zur Empörung über Mochovce 3 zu bemerken: Österreich geht mit seiner Energiepolitik einen riskanten Weg. Wir drehen Kohle- und Gaskraftwerke ab, bauen Wasserkraftwerke zurück und errichten an jeder guten wie weniger windbeeinflussten Stelle Windradeln. Das geht auf Kosten der Energieversorgung: Wenn dann zu wenig Strom verfügbar ist, müssen Sparmaßnahmen her, auf Kosten der Industrie, aber auch der Privaten. Dann wird vielleicht den Klimaschützern das einfallen, was ich schon 1945 bis 1950 erlebt habe: Für private Haushalte gibt es nur Strom von morgens um 8 Uhr bis abends um 18 Uhr.

Doch es gibt einen Ausweg: Das AKW Mochovce wird uns den fehlenden Strom liefern, zwar um teures Geld, aber immerhin.

Dr. Heinrich Geuder,

1180 Wien

Der Bundeskanzler
als Beschuldigter

Oppositionspolitiker haben Sebastian Kurz wegen Verdachts der Falschaussage im Ibiza-U-Ausschuss angezeigt. Der erfolgreiche Bundeskanzler wird von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft nun als Beschuldigter geführt. Das ist rechtens, aber die Parteigänger bringen die Anschuldigungen so, als wäre die Schuld von Kurz schon bewiesen. Insbesondere die Neos-Abgeordnete Stephanie Krisper mimt gern in der Öffentlichkeit die Richterin.

Die Unschuldsvermutung gilt als Prinzip eines rechtsstaatlichen Strafverfahrens, und über Schuld oder Unschuld in der Causa Kurz werden unabhängige Gerichte entscheiden.

Kurt Gärtner,

4600 Wels

Keine Rede mehr von politischer Erneuerung

Sebastian Kurz trat als Chef der Konservativen an, um "frischen Wind" in die politische Szene zu bringen. Für viele Menschen war er ein Symbol der Erneuerung.

Diese Hoffnung scheint verflogen zu sein. Man kann sogar der Meinung sein, dass alles nur noch schlimmer wurde. Die Freunderlwirtschaft treibt mehr Blüten denn je, der "frische Wind" hat sich als Mailüfterl entpuppt, und Enttäuschung greift um sich. Es ist Zeit, dass neue politische Kräfte das Ruder in Österreich übernehmen. Von den angekündigten "Festspielen der Erneuerung" blieben uns nur "kalte Füße".

Prof. HR Mag. Maximilian
Edelbacher, 1190 Wien

Die Gültigkeitsdauer
von Corona-Tests

Wer schon einmal freiwillig oder aufgrund eines falschen Antigentests einen PCR-Test gemacht hat, weiß leider, dass dieser Test maximal in teuren Labors schnell ausgewertet wird. In der Regel braucht es bis zu 24 Stunden (ich wartete in Vorarlberg 27 Stunden), ehe das Ergebnis zugestellt wird. Daher ist die längere Gültigkeit gegenüber dem Schnelltest leider eine Mogelpackung.

Dr. Andreas Kosek,

1140 Wien