Zum Gastkommentar von
Heinz Fischer, 18. Mai

Die israelische Flagge
auf dem Kanzleramt

Herzlichen Dank für den Gastkommentar über das Hissen der israelischen Flagge auf dem Dach des Kanzleramtes. Das sensible Thema hat es wohl notwendig erscheinen lassen, dass Heinz Fischer ausdrücklich darauf hinweist, dass er selbst kein Antisemit sei. Die zweite Hälfte des Artikels weist ihn nicht nur als Kenner der Situation, sondern als empathischen Menschen aus, der die hoffnungslose Situation der Palästinenser aufzeigen will.

Es bedarf einer Persönlichkeit wie Heinz Fischer, damit ein derartiger Artikel veröffentlicht wird. Aus Furcht vor Vorwürfen des Antisemitismus sind Medien meist nicht bereit, Israel-kritische Artikel zu publizieren.

Werner Varga,

7423 Pinkafeld

Unpassende Kritik des Ex-Bundespräsidenten

Heinz Fischer hat dazu natürlich seine Meinung, und die ist auf jeden Fall SPÖ-konform. Welche Flagge wäre ihm denn lieber gewesen? Vielleicht die türkische, um den nationalistischen Türken in Österreich einen Gefallen zu tun oder gar Recep Tayyip Erdogan, der Europa regelmäßig seine Zensuren erteilt? Sich darüber aufzuregen, dass für einige Tage die israelische Fahne gehisst wird, finde ich für einen Ex-Bundespräsidenten unpassend.

Dr. Margarete Lazar,

per E-Mail

Unerträgliche Lage in den palästinensischen Gebieten

Vermutlich würde bei einer Umfrage die große Mehrheit nicht nur der österreichischen Bevölkerung Heinz Fischer in seiner Darstellung der unerträglichen Situation im Westjordanland, in Israel und dem Gazastreifen zustimmen. Jedenfalls ich teile Fischers Argumentation aufgrund meiner Erfahrungen am Frankfurter Institut für Sozialforschung und während meiner Israel-Reisen.

em. OUniv.Prof. Paul Kellermann, 9020 Klagenfurt

Eine besonnene Stimme
zum Nahost-Konflikt

In Zeiten plakativer Aufgeregtheit ist der besonnene Aufruf Heinz Fischers zur Friedensfindung im Nahost-Konflikt eine Wohltat.

Bernd Stanzel, Anna Kaltenböck,

1070 Wien

Einseitige Parteinahme
oder eine Ablenkung

Auch auf das Risiko hin, Beifall von der falschen Seite zu bekommen: Auf dem Bundeskanzleramt die Flagge des Staates Israel mit seiner völkerrechtswidrigen Siedlungspolitik zu hissen und nicht auch gleichzeitig die palästinensische, ist das Gegenteil von verantwortungsvoller Friedenspolitik in einer gefährlichen Situation. Wurde der Koalitionspartner miteinbezogen, der außenpolitische Rat, der Bundespräsident? Oder ist die Provokation als Ablenkung von der Krise einer der Regierungsparteien zu deuten? Heinz Fischer ist für seine klare Ablehnung dieser Aktion zu danken.

Willibald Feinig,

6844 Altach