Israels Flagge auf Regierungsgebäuden

Das Hissen der israelischen Flagge kann nicht als Solidaritätsbekundung gegen den Terror gesehen werden. Von einem Außenminister hätte ich mir mehr Diplomatie erwartet, die unnötige Wortspenden aus dem islamitischen Lager erspart hätte. Die Schaffung einer Konfliktsituation im eigenen Land zwischen verschieden denkenden Lagern wurde nicht berücksichtigt oder aber in Kauf genommen.

Ernst Steinbrenner,

3150 Wilhelmsburg

Eine berechtigte Geste
der Solidarität Österreichs

In so gut wie allen Berichten und Kommentaren zur aktuellen Entwicklung im Nahen Osten bleibt unerwähnt, dass der so traurige Status quo dieser Region wesentlich durch den "Sechstagekrieg" von 1967 mit verursacht ist, den Teile der arabischen Welt gegen Israel mit dem Ziel geführt haben, diesen Staat zu beseitigen. Dieses Ziel verfolgt offen auch der Iran, der die Hamas in Gaza seit Jahren mit Waffen beliefert.

Solange in Israel noch ein Mensch lebt, der in der NS-Zeit aus Österreich vertrieben wurde und dessen Leben jetzt zum wiederholten Mal bedroht ist - dies betrifft aktuell eine fünfstellige Zahl von Personen -, ist das Hissen der israelischen Flagge auf österreichischen Regierungsgebäuden eine menschliche, legitime und beispielgebende Geste!

Prof. Ernst Smole,

1080 Wien

Kein Friede ohne einen Palästinenserstaat

Es ging wieder einmal los in Nahost. Aber wundern darf man sich nicht. Solange es keinen eigenen Palästinenserstaat gibt, wird sich das nie ändern. Schließlich steht nicht nur Israel ein eigenes Land zu, sondern auch den Palästinensern. Momentan hat dieses Volk ja überhaupt keine Rechte. Palästinenser werden vom eigenen Land vertrieben, Häuser werden für rechtsradikale Siedler enteignet. Und da wundert man sich, wenn die Hamas immer mehr Anhänger gewinnt. Für eine Lösung des Nahost-Konflikts gibt es nur eine Möglichkeit: dass sich fähige Politiker zusammensetzen, um das Blutvergießen zu beenden.

Walter Papst,

per E-Mail

Eine Sternstunde der Qualitätszeitungen

Dienstag, 18. Mai 2021, war eine Sternstunde der heimischen Qualitätspresse, was die veröffentlichten Gastkommentare betrifft. Der "Standard" brachte einen Kommentar von Alfred J. Noll zur Causa Prima, "Anklage und Anstand", der über die Monate des Ibiza-Ausschusses hinwegtröstete. In der "Presse" analysierte Hans Winkler in "Die Migrationspolitik in Europa wird härter" das Thema in seiner klugen und unaufgeregten Art. Und die "Wiener Zeitung" punktete an diesem Tag doppelt: mit einem großartigen Beitrag von Alt-Bundespräsident Heinz Fischer zur Hissung der israelischen Flagge auf dem Kanzleramt und einer tiefgründigen Bewertung des Laizismus Frankreichs.

Dr. Erhard Fürst,

1010 Wien