Zum Gastkommentar von
Margarete Gibba, 14. Mai

Missverstandener Protest
gegen Corona-Maßnahmen

Als von den Maßnahmen betroffene Künstlerin halte ich es für dringend geboten, den erschreckend verengten Meinungskorridor zu weiten und auch jenen Stimme und Raum zu geben, die Opfer der Maßnahmen und nicht des Virus sind, wozu Künstlerinnen und Künstler in großer Zahl zu rechnen sind. Dass die Aktion "Allesdichtmachen" derart gehässige Reaktionen zeitigt, beweist einmal den verheerenden Niveauverlust im Kunstdiskurs und zum anderen die Unfähigkeit, seinen eigenen Argumenten das nötige Gewicht geben zu können und ihrer Wirkmacht zu vertrauen.

Katharina Grabher,

per E-Mail

Geringe Beteiligung
bei den ÖH-Wahlen

Die Diskussion über die niedrige Wahlbeteiligung an den Wahlen zur Hochschülerschaft als gesetzliche Vertretung weist auf ein mangelndes Interesse der Studierenden an den Universitäten und Fachhochschulen hin. Interesselosigkeit hat Gründe. Offensichtlich gibt es ein Demokratiedefizit in einer Körperschaft mit Pflichtmitgliedschaft. Wenn wenig Einsicht und Handlungsmöglichkeiten für Partizipation vorhanden sind, bedarf es in einer Demokratie einer Reform einer Institution.

Dr. Günther Dichatschek MSc,

6370 Kitzbühel

Belanglose Musik
beim Song Contest

Der Song Contest war und ist seit Jahrzehnten eine Plattform für disharmonischen Krach, der die oberflächliche Lebenseinstellung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen widerspiegelt. Über Musikgeschmack lässt sich streiten. Nichtsdestotrotz erkennt man gute Musik daran, dass diese auch nach Jahrzehnten oft im Radio gespielt wird: etwa jene der Band ABBA, und auch Udo Jürgens ist eine Legende abseits seines Erfolgs beim Song Contest. In den 60er und 70er Jahren war der ESC noch sehens- und hörenswert. Heute ist er ein Spektakel von Showelementen mit meist wenig hörenswerten Klängen.

Ing. Stefan Hahnekamp,

7000 Eisenstadt