Zum Gastbeitrag von
Fritz Rubin-Bittmann, 21. Mai

Das Christentum
wurzelt im Judentum

Die Gastbeiträge von Fritz Rubin-Bittmann zu den jüdischen Festen (am 27. März zu Pessach und nun zu Pfingsten) sind auch für Christen hochinteressant. Christen ist bewusst, dass ihr christlicher Glaube tief im Judentum verankert ist. Auch wenn die Christen glauben, die Erben und Nachfahren des Volkes Israel zu sein, wissen sie, dass der "alte Bund" - salopp gesagt - nicht gekündigt wurde; es also völlig überheblich wäre, zu glauben, dass die Christen nun die alleinigen Erben der göttlichen Verheißungen wären.

Trotz der vielen Unterschiede gibt es jedoch auch viele Gemeinsamkeiten! Hier können wir an die gemeinsame Gewissheit denken, dass Gott das Universum schuf, auch die Zehn Gebote sind fester Bestandteil in beiden Religionen. Es ist schade, dass die politischen Vorgänge im Heiligen Land es schaffen, immer wieder Keile zwischen die jüdisch-christliche Freundschaft zu treiben!

Dipl. Inf. Friedrich E. Starp,

3003 Gablitz/Wienerwald

Welche Ehre steckt
in einem Mord?

Wir haben ein Jahr erlebt, das voller abscheulicher Verbrechen war. Wie soll unser Herz diese Hässlichkeit und Brutalität ertragen? Die kaltblütige Tötung von Frauen war und ist Gegenstand der politischen Debatte, doch leider haben wir noch immer keine Lösung gefunden. Deshalb frage ich mich jeden Tag, wer das nächste Opfer männlicher Verbrechen sein wird, das getötet wird, als ob wir in einem Dschungel leben würden, in dem es kein Gesetz zum Schutz von Frauen gibt.

Israa Gharib, eine 21-jährige palästinensische Frau, wurde von ihren drei Brüdern getötet. Die Täter wurden einige Monate nach dem Verbrechen freigelassen.

Fatima Saleh, 28 Jahre alt, wurde am ganzen Körper verbrannt und verlor ihr Augenlicht, weil sie den Geschlechtsverkehr mit ihrem Ehemann verweigert hatte.

Rasha Bessis wurde in der Türkei von ihrem Bruder mit einer Kalaschnikow getötet, weil sie ihn verlassen wollte. Er tötete sie in neun Sekunden mit neun Kugeln. Diese verabscheuungswürdige Tat wurde gefilmt und geteilt.

Woher nehmen sich die Mörder das Recht zu töten? Wie können Menschen so von Hass erfüllt sein? Laut den Mördern handelte es sich um "Ehrenmorde". Welche Ehre steckt in einem Mord? Die beschriebenen Beispiele sind kein reines Produkt der islamischen Welt, auch im christlichen Österreich wurden 2021 bereits neun Frauen von ihnen nahestehenden Männern ermordet.

Alle monotheistischen Religionen verbieten das Töten. Der Begriff "Ehrenmord" hat seine Wurzeln daher nicht in irgendeiner Religion, sondern ist das Werk brutaler, hasserfüllter Menschen. Die drei beispielhaft genannten Verbrechen sind Tropfen im Meer der Rückständigkeit. Hören wir also auf, unsere Augen davor zu verschließen!

Isra Almurad,

per E-Mail