Zum Artikel Martina Madner,
13. Juli

Schwierigkeiten bei der Integration in Österreich

Ich habe von 2007 bis 2011 in Pakistan gelebt und gearbeitet. In meiner damaligen Funktion habe ich ungezählte Interviews mit Migranten, vornehmlich Frauen und Minderjährigen, aus Afghanistan geführt und deren Fälle (mit)bearbeitet. Natürlich sind meine Beobachtungen von damals subjektiv, sie entsprechen aber grosso modo den Ergebnissen der Reportage.

Die (meist männliche) Bezugsperson meiner Klienten von damals hatte einen Aufenthaltsstatus in Österreich und wollte nun Frau und/oder Kinder nachholen. Ich hatte den Eindruck, dass sich sehr viele bemühten, die deutsche Sprache zu erlernen und arbeiten zu gehen. Trotzdem muss man von einem sehr archaischen Familienbild ausgehen, in dem die Frau Hausfrau und Mutter zu sein hat - auch hier in Österreich.

Österreich ist längst ein Einwanderungsland, was man sich nicht eingestehen möchte. Dies verhindert aber, dass mit einer vernünftigen Einwanderungspolitik das Beste daraus gemacht wird. Österreich schafft es nicht, attraktiv für dringend benötigte Menschen mit Ausbildungs- oder Arbeitswillen zu sein. Stattdessen basiert Zuwanderung großteils auf der Asylschiene. Wir züchten uns eine multiethnische, vorwiegend islamisch geprägte, daueralimentierte Plebs heran, die zunehmend für gesellschaftliche Unsicherheit sorgt. In diesem Zusammenhang ist es widersinnig, dass Menschen mit positiver Zukunftsprognose, vor allem mit Ausbildung, abgeschoben werden.

Alfred Bratranek,

2000 Stockerau

Grüner Aktionismus
an der Praterstraße

Die Grünen haben sich wohl noch nicht damit abgefunden, dass sie bei der vergangenen Wahl in Wien aus der Regierung gewählt wurden. Jetzt fordern sie bei einem symbolischen Spatenstich den Umbau der Praterstraße zum "Klimaboulevard" als aggressive Aktion gegen den motorisierten Individualverkehr. Die Grünen wollen eine Fahrspur für Autofahrer wegnehmen, als wären sie auf Lebenszeit an der Macht, wie die Adeligen in einer Monarchie.

Helwig Leibinger,

1020 Wien

Leserlob für Kommentare
in der "Wiener Zeitung"

Besten Dank für den und Gratulation zum Leitartikel "Entwöhnung von der Brust des Nanny-Staates" von Hans Kronspieß vom 21. Juli, der den Nagel auf den Kopf trifft und mir aus der Seele spricht! Und vielen Dank auch an Rainer Stepan für seinen ausgezeichneten, fundamentalen Gastkommentar "Populistischer Neonationalismus" in derselben Ausgabe.

Mag. Rudolf Hackauf,

1130 Wien