Zum Artikel von Christina Mondolfo und Mathias Ziegler, 24. Juli

Bewunderung für Bürgermeister

Ich ziehe bewundernd und symbolisch meinen Hut, wenn Mann oder Frau sich das Bürgermeister/innen-Amt antut. Es ist kein Honigschlecken, doch genügend Leute streben es an. Sie wollen den Dienst gemeinschaftlich wagen und in der Gemeinde Wesentliches beitragen. Sie müssen zuhören, sich einfühlen, vielseitig kooperieren und entscheiden, sie müssen kommunizieren, informieren, vermitteln und integrieren, ohne dabei die Nerven zu verlieren. Ihr Potenzial an Durchsetzung sei nicht zu schmal, Beharrlichkeit braucht es allemal. Sie sollten zielstrebig gestalten, gut haushalten und Wichtiges und weniger Wichtiges auseinanderhalten. Streng kontrolliert wird ihr Verhalten - wehe, wenn sie Gesetze, Vorgaben, Fristen, Abmachungen nicht einhalten. Machen sie aber einen hervorragenden Job, verdienen sie viel Dank und großes Lob.

Karl Brunner,

9020 Klagenfurt

Zur Kolumne von Paul Vécsei,
24. Juli

Kanzler Dollfuß und
die Sozialdemokraten

Der "kirchentreue Kanzler" Engelbert Dollfuß ließ nicht "zahlreiche Sozialisten hinrichten", sondern (nach Niederschlagung des Februaraufstands" standgerichtlich zum Tode verurteilt) deren neun - eine sehr bescheidene Opferbilanz verglichen mit jener des Faschismus in der Mitte der 1930er Jahre in Deutschland, Spanien und Italien.

Dr. Franz Rader,

per E-Mail

Zum politischen Streit
um den Straßenausbau

In Kanada verbrennen die Leute durch Hitze, in Kalifornien verdursten sie, in China, Deutschland, Belgien und in den Niederlanden ersaufen sie bei Überschwemmungen. Der Weltuntergang ist bereits im Gange. Es kann nicht mehr so weitergehen.

Nicht nur der CO2-Ausstoß und die Wärmeentwicklung sind zu reduzieren, auch die andauernde Bodenversiegelung ist zu beenden. Österreich ist diesbezüglich ein ganz schlechtes Beispiel. Für die Zukunft muss jedem Quadratmeter an zusätzlicher Versiegelung ein Quadratmeter an "Entsiegelung" gegenüberstehen. Für jeden zusätzlichen Straßenkilometer ist eine adäquate Menge abzureißen und zu begrünen.

Peter Jürß,

1160 Wien

Altehrwürdige Begriffe
im Bedeutungswandel

Dass ursprünglich "unschuldige" Wörter nicht mehr unbefangen benutzt werden können, passiert ja ständig und ist nicht (nur) die Schuld der politisch korrekten "Sprachpolizei". Vor wenigen Jahren hatte etwa "Querdenker" noch mit Nonkonformismus, Kritik und Rationalität zu tun, während es heute durch die Vereinnahmung bestimmter Gruppen einen ganz anderen Sinn angenommen hat.

Martin Müller,

per E-Mail