Zum Leitartikel von
Walter Hämmerle, 30. Juli

Maßnahmen gegen
den Klimawandel

Eine Verbotskultur in Kontinentaleuropa, flankiert von Einschränkungen und Verteuerungen, wird in Summe nicht reichen und ist eine Alibiaktion, solange die USA unbeschränkt auf den herkömmlichen Individualverkehr setzen, die Schwellenländer generell nicht mitziehen, in Lateinamerika und Afrika die Ladestationen fehlen werden, sich China und Indien globale Wettbewerbsvorteile verschaffen, indem sie beim Klimaschutz nur sehr überschaubar mitmachen, und derzeit weltweit an die 1.400 Kohlekraftwerke in Bau oder Planung sind.

Österreichs vorauseilender Gehorsam gegenüber Brüssel, nämlich eine Dekade vor der Union klimaneutral zu sein, kann nur mit der Profilierungshysterie des zuständigen Ministeriums erklärt werden. Jedenfalls gibt es bessere Lösungskonzepte als Verbote, Restriktionen und Verteuerungen; da ist durch Anreize und Technologie viel Potenzial vorhanden.

Mag. Martin Behrens,

1230 Wien

Zur Kolumne von Konrad
Paul Liessmann, 30. Juli

Die Steinzeit war
besser als ihr Ruf

Der hübschen Glosse ist voll zuzustimmen, auch wenn eines unerwähnt bleibt: Die Steinzeit brachte nicht nur die Errichtung von Pfahlbauten und die Zähmung des Feuers, sondern mit der breiten Verwendung des Materials Stein auch die Möglichkeit der Errichtung von sichereren Verkehrswegen. Merke: Die Steinzeit heißt nicht deshalb so, weil damals gedankenkühnen Zukunftsstürmern Steine in den Weg geworfen wurden!

Dr. Erich Demmer,

1050 Wien

Befragung des Kanzlers
durch einen Richter

Warum ein Richter und nicht ein Staatsanwalt Sebastian Kurz vernimmt? Staatsanwaltschaften sind entgegen vielfacher Falschmeldungen nicht unabhängig wie Gerichte, sondern an Weisungen des Justizministeriums gebunden. Diese Weisung hat nun die grüne Justizministerin Alma Zadic erteilt. Das beantwortet das überflüssige juristische Erbsenzählen. Dazu braucht es nicht eine 60-jährige Tätigkeit als Richter, Richterausbildner und Anwaltsberater.

Dr. Ewald Maurer, Richter i.R.,

1160 Wien

Der psychische Druck
im Spitzensport

Seit wann ist psychische Gesundheit wichtiger als eine Goldmedaille? Immer! Die Rücktritte der US-Turnerin Simone Biles von einigen olympischen Turnveranstaltungen und der Japanerin Naomi Osaka vom Tennisturnier in Wimbledon unterstreichen den Druck, dem Spitzensportler ausgesetzt sind. Ja, einige von ihnen können ein fantastisches Leben führen, aber nicht alle. Weise Entscheidungen, Simone und Naomi!

Dennis Fitzgerald,

Melbourne, Australien