Zur Kolumne von
Severin Groebner, 31. Juli

Die Unterschiede der gemeinsamen Sprache

Das Paradoxon, die Österreicher unterschieden sich von den Deutschen durch die gemeinsame Sprache, wird Karl Kraus zugeschrieben. Es ist aber in keinem Werk dieses Satirikers nachweisbar. Ein ähnlicher, wenn auch weniger verallgemeinernder Aphorismus stammt tatsächlich von Karl Kraus. Er wurde erstmals 1910 in der "Fackel" veröffentlicht und lautet: "Daß der Österreicher gesessen ist, während der Deutsche auch in diesem Zustand nicht müßig war, sondern gesessen hat, bezeichnet den ganzen Unterschied der Temperamente." Dieser Aphorismus hat gegenüber dem Unterschiedsbonmot, den Vorzug, wirklich von Karl Kraus zu stammen.

Aber bei aller Wertschätzung für den sonst treffsicheren Sprachkritiker muss ihm aus sprachwissenschaftlicher Sicht entgegnet werden: Nicht nur in Österreich, sondern im ganzen oberdeutschen Dialektraum sagt und schreibt man "gesessen sein", und nur nördlich der Mainlinie heißt es "gesessen haben".

Dr. Anton Karl Mally,

2340 Mödling

Notwendige Maßnahmen
gegen die Covid-Pandemie

In Österreich bisher 660.000 an Covid-19 Erkrankte und 10.700 Verstorbene, weltweit 198 Millionen Erkrankte und 4 Millionen Verstorbene: Das sind die offiziellen Zahlen. Die überwiegende Mehrheit der Experten bestätigt, dass die in Österreich eingesetzten Covid-19-Impfstoffe zumindest gegen schwere Krankheitsverläufe schützen und die Pandemie nur durch eine hohe Durchimpfungsrate eingedämmt werden kann. Verursacht durch die massive Negativpropaganda der FPÖ, wird ohne Impfzwang die zur Eindämmung der Pandemie erforderliche Durchimpfungsrate nicht erreichbar sein.

Ich denke, die Bundesregierung ist der Gesundheit und dem Wohl der Bevölkerung verpflichtet und darf sich nicht aus Angst vor möglichen Verlusten bei Wahlen von notwendigen und als richtig erkannten Entscheidungen abhalten lassen.

Gottfried Stögner,

4600 Thalheim

Bodenversiegelung und Grünflächen bei Neubauten

Der Rundgang eines an Stadtentwicklung und Architektur Interessierten durch die Seestadt lässt erstaunen, wie viel dort weitergegangen ist. Die neu gepflanzte Natur ist noch schütter. Ob die alles beherrschenden Asphaltflächen daran schuld sind, muss eine Vermutung bleiben. Kleinpflaster und größere Pflanzenrabatte waren wohl zu teuer, obwohl klimadämpfender.

Wolfgang Riemer,

per E-Mail