Zum Artikel vom 3. August

Die Arbeitszeit von
Frauen honorieren

Der Artikel scheint Arbeit nur als bezahlte Arbeit zu verstehen. Ich habe aber die Arbeit meiner Mutter im Haushalt schätzen gelernt und würde sie rückblickend als Managerjob mit einer Arbeitszeit bis zu 18 Stunden täglich klassifizieren. Die Nichtwertschätzung dieser Arbeit ist eine "Errungenschaft" neuerer Zeit. Auch scheint der Begriff Familieneinkommen - wie Familie überhaupt - außer Mode zu sein.

Unbefriedigend ist immer noch die pensionsmäßige Abgeltung der Frauenarbeit bei der Kindererziehung. Dabei sind es diese Kinder, die kinderlosen Paaren ihre Doppelpensionen bezahlen. Hat der Staat kein Interesse am Netzwerk Familie?

Jürgen Jauch,

4040 Linz

Arbeit in der Familie
zur Pension anrechnen

Das plötzliche Interesse an der Situation der in Teilzeit Arbeitenden und der Mütter scheint mir eine Megaheuchelei. Seit Jahrzehnten wird behauptet, nur wer ins System einzahle, habe Anspruch auf eine Alterssicherung. Und leider zahlen Menschen, die Kinder großziehen oder sonst wie Familienarbeit leisten, weniger ins System ein. Also kriegen sie auch eine kleinere Pension.

Aber es sollte sich doch endlich herumgesprochen haben, dass es so etwas wie geldwerte Leistungen gibt. Und die erbringen jene, die Familienarbeit leisten, damit es überhaupt weitere Generationen gibt. Wer wegen Familienarbeit auf Erwerbstätigkeit (teilweise) verzichtet, sollte das kompensiert bekommen. Nicht mit den Kleinsummen, die jetzt eilig vorgeschlagen werden, sondern mit einer Anrechnung auf die Alterspension. Als Grundlage könnte die Mindestpension dienen.

Mag. Afra Margaretha,

1050 Wien

Zu einer verpflichtenden
Impfung gegen Covid-19

Bis jetzt lieferte uns die Regierung die Impfpflicht noch geschickt durch die Hintertür. Doch Niederösterreich zeigt nun vor, wie man eine Impfpflicht völlig
legal und rechtlich unbedenklich einführen kann. Ob es auch ethisch unbedenklich ist, eine bestimmte Berufsgruppe zu einem derartigen gesundheitlichen Eingriff zu verpflichten, sei dem gesunden Menschenverstand eines jeden Einzelnen zu entscheiden überlassen.

Oft wird eine Verpflichtung zur Impfung mit dem Argument der Verantwortung für die nationale Gesundheit gerechtfertigt. Hier stellt sich mir die Frage, ob eine verantwortungsbewusste Behörde einen Impfstoff ohne Langzeitstudien für Jugendliche, vor allem für junge Mädchen, erlauben würde.

Eva Birglechner,

5273 Roßbach