Zum Artikel von Michael
Schmölzer, 14. August

Afghanische Flüchtlinge an der Grenze zu Pakistan. - © apa / afp
Afghanische Flüchtlinge an der Grenze zu Pakistan. - © apa / afp

Eine arabische Armee
gegen die Taliban

Die Taliban entstammen einer religiösen Bewegung. Diese Fundamentalisten machen keine Kompromisse: Sie sind überzeugt, den wahren Islam zu leben. Aus den Koranschulen haben sie die strenge Auslegung der Scharia. Dieben die Hände abzuhacken und ehebrechende Frauen zu steinigen, sehen sie als religiöse Pflicht.

Jetzt sind die Islamführer dieser Welt an der Reihe, ihren mordenden Glaubensbrüdern das Handwerk zu legen. Eine gut ausgerüstete arabische Armee hat die 70.000 Taliban-Kämpfer zu neutralisieren, um den 38 Millionen Afghanen ein Leben frei von Islam-Auswüchsen zu ermöglichen.

Dr. Wolfgang Geppert,

1010 Wien

Ein Blitzkrieg ohne
ernsthaften Widerstand

Die Taliban verwendeten in diesem Blitzkrieg keine Kampfpanzer und Kampfflugzeuge, es genügten bewaffnete Pick-ups, erbeutete Militärfahrzeuge und entschlossene Kämpfer. Die Versorgung stellten örtliche Milizen sicher und es wurden zurückgelassene Armeebestände übernommen. Für die Aufklärung brauchten sie keine Satelliten und Drohnen, die Bevölkerung sind die Augen und Ohren der Taliban. Mit Handys wurden die Truppenbewegungen der Regierungssoldaten an die "Gotteskrieger" gemeldet.

Die Nato-geführte Operation "Resolute Support" war für Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Streitkräfte jahrelang verantwortlich. Nachdem Rückzug der internationalen Schutztruppe fehlt diese effiziente Hilfe. Massenweise sind afghanische Soldaten zu den Taliban übergelaufen oder in islamische Nachbarstaaten geflüchtet.

Oberst i.R. Kurt Gärtner,

4600 Wels

Die selben Fehler
wie im Vietnamkrieg

Was derzeit in Afghanistan geschieht, ähnelt in erschreckender Weise den Ereignissen in Vietnam. Alle Fehler, die damals gemacht wurden, haben die USA nun wiederholt! Eine verblüffende Dokumentation an Unvermögen haben wieder einmal die amerikanischen Geheimdienste geboten, die keine Ahnung von der Realität im Land hatten. Dass die europäischen Verbündeten ebenso überrumpelt wurden, zeigt, wie sehr sie ohne eigene Strategien den USA hinterherwatscheln.

Peter Kremmel,

1160 Wien

Flüchtlingsstrom
aus Afghanistan

Nach der ersten, syrischen Migrationswelle von 2015 steht uns nun im Herbst 2021, nach der Machtergreifung der Taliban, eine zweite, eine afghanische Migrationswelle bevor. Für uns in Österreich entsteht die Frage, ob wir einer ähnlichen Situation gegenüberstehen werden wie 2015 und wie wir in diesem Fall reagieren werden.

Wir können nicht akzeptieren, dass die Staaten der Balkanroute die Migranten einfach durchwinken und bis an unsere Grenze gelangen lassen. Es ist Aufgabe der österreichischen Regierung, einer solchen Situation schon jetzt vorbeugend entgegenzutreten. Wir betroffenen Bürger erwarten uns, dass die Regierung schon jetzt mit den Staaten entlang der Balkanroute, vor allem auch mit Griechenland, diplomatische Gespräche aufnimmt, um die Situation abzuklären und dann entsprechende Vorsorgemaßnahmen zur Absicherung unserer Grenzen trifft. Eine Situation wie 2015 darf nicht noch einmal eintreten!

Dr. Peter F. Lang,

per E-Mail

Schlimme Aussichten für
die afghanische Bevölkerung

Schrecklich, schrecklich, schrecklich ist das, was die Bevölkerung Afghanistans schon jetzt erleidet oder bald erleiden wird. Afghanen werden barbarisch exekutiert, weil sie für Ausländer arbeiteten. Mädchen werden aus Schulen verwiesen und nach Hause geschickt, wo sie für immer zu bleiben haben. Wenn es gut geht, werden Studentinnen aus den Bildungsinstituten gleichfalls nach Hause geschickt, läuft es schlecht, werden sie mit Taliban zwangsverehelicht. Den Frauen werden ihre in den vergangenen zwanzig Jahren erworbenen Rechte genommen.

Hans Gamliel,

CH-9400 Rorschach

Zum Artikel von Eva Stanzl,
12. August

Fundierte Informationen
zur Corona-Pandemie

Vor kurzem sah ich Josef Penninger im TV. Dieser Auftritt und der Artikel von Eva Stanzl sind das, was ich mir von Fachleuten wünsche. Der Artikel in der "Wiener Zeitung" und die fundierten Informationen von Professor Penninger über die Unterschiede zwischen Covid-19 und einer Grippe sowie die Ergebnisse seiner Forschung waren wohltuend gegenüber dem, was bisher sonst so von "Experten" geboten wurde.

Peter Jürß,

1160 Wien

Zum Gastkommentar von
Mati Randow, 11. August

Kinder und Jugendliche
im neuen Corona-Schuljahr

Ich habe selten so einen guten und treffenden Beitrag eines Jugendlichen zum Thema Corona-Pandemie gelesen. Hut ab! Mati Randow schlägt nicht in die übliche Kerbe, dass die Jungen jetzt mit Spaß dran sind und keine Lust mehr auf Einschränkungen haben (was ich ja absolut nachvollziehen kann!), sondern fordert Maßnahmen, die der Sicherheit der jungen Menschen dienen. Hoffentlich erreicht er mit seinen Zeilen die Verantwortlichen.

Mag.a DDr.in Christine Haidacher,

8010 Graz

Zum Artikel von Alexander
Dworzak, 11. August

Der SPD-Kandidat für die deutsche Bundestagswahl

Die Analyse der Chancen von Olaf Scholz bei der anstehenden Bundestagswahl spannt einen zu kurzen Bogen. Schließlich ändert das blamable Auftreten von Armin Laschet sowie der Anspruch von Annalena Baerbock, sich nahezu ohne Berufserfahrung das wichtigste politische Amt in der Republik zuzutrauen, nichts daran, dass dem sozialdemokratischen Spitzenkandidaten weiterhin eine realistische Option fehlt: Die FDP dürfte mehr zur CDU tendieren und die Linkspartei würde von einer Zustimmung zu Bundeswehreinsätzen im Ausland wie etwa im Kosovo ideologisch zerrissen werden. Deshalb gibt es hier bei der SPD eine riesige Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Im SPD-Programm spricht man von einer sogenannten Respektsgesellschaft, obwohl Vizekanzler Scholz noch in seiner gar nicht so lange zurückliegenden Zeit als Hamburger Bürgermeister mit dem Elbtower der Stadt ein politisches Erbe hinterlassen hat, bei dem am Ende eine vornehmlich sehr reiche Klientel auf einen direkt benachbarten ärmeren Kiez wie die Veddel herabblicken soll.

Rasmus Ph. Helt,

D-20539 Hamburg