Handfeste Anreize
für die Covid-Impfung

Nachdem die Hardcore-Gegnerinnen und -Gegner einer Covid-Impfung nicht überzeugt werden können, geht es um die Bequemen, Wankelmütigen, Unsicheren. Solidarität hat in unserer neoliberal geprägten Gesellschaft keinen Wert mehr, also geht es um einen richtig geilen Vorteil für Geimpfte gegenüber impfbaren Ungeimpften: etwa eine 1G-Regelung für die Nachtgastronomie, Kinos oder Clubs.

Ich finde es erstaunlich, dass sich Freiheit und Widerstand so vehement an der MNS-Maske artikulieren. Widerstand gegen unser ausbeuterisches Wirtschaften, der mir viel angebrachter erscheint, ist dagegen schwieriger und aufwendiger und wird von wenigen Medien unterstützt.

Dr. Dieter Scholz,

1040 Wien

Forschung und Impfung
gegen die Pandemie

Auch die Corona-Pandemie ist von uns Menschen aufgrund der immer stärkeren Zerstörung der Wildnis selbst verschuldet. Dort warten noch tausende weitere Viren auf uns. Dabei haben wir aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Forschung noch großes Glück. Bei der letzten Pandemie, der Spanischen Grippe, starben in Europa wegen fehlender Impfungen und Medikamente bis zu 50 Millionen Menschen.

Die Impfung ist die einzige Möglichkeit, das Coronavirus dauerhaft einzudämmen und die Gefahr weiterer, noch gefährlicherer Mutationen zu minimieren.

ADir A. Bauer,

per E-Mail

Erfolgreiche Beispiele
für eine Impfpflicht

Seit der Lockerung der Corona-Vorschriften zu Beginn des Sommers ist die Sieben-Tage-Inzidenz stetig angestiegen und liegt nun wieder über 100. Die in Österreich verabreichten Impfstoffe verursachen keine außergewöhnlichen Nebenwirkungen und sind nachweisbar gegen alle Virenstämme hochwirksam. Die Pocken-, Masern- und Polio-Pandemien wurden durch Pflichtimpfungen beendet. Ich verstehe nicht, warum die Regierung, obwohl sie seit einem Jahr den Jo-Jo-Effekt sieht und die Empfehlungen der Experten kennt, nicht endlich eine Pflichtimpfung verordnet.

Eine gesetzliche Verpflichtung zur Covid-Impfung wäre doch nicht das einzige Gesetz, das Menschen dazu verpflichtet, etwas zu tun, was manche eigentlich nicht wollen - siehe die Wehrpflicht. Außerdem sollte es auch ein Menschenrecht sein, frei von Angst vor einer gefährlichen Virusinfektion leben zu können.

Gottfried Stögner,

4600 Thalheim

Zum Artikel von Daniel Bischof, 28. August

Schlechte Gewohnheiten
im Politikbetrieb

In diesem Artikel sind verschiedene Äußerungen zur Verurteilung von Heinz-Christian Strache zu lesen. In der Aussage von Jan Krainer, dem SPÖ-Fraktionsgeschäftsführer im Ibiza-Untersuchungsausschuss, wird auf ärgerliche Art und Weise bestätigt, was bei vielen unserer Politiker mittlerweile an der Tagesordnung ist: Egal, zu welchem Thema eine Meinung abgegeben wird, es wird nichts zur Sache gesagt, sondern kurz einmal mit mehr oder weniger Dreck auf den oder die politischen Gegner geworfen (in diesem Fall die ÖVP). Im Urteil der Richterin ging es jedoch darum, dass "die Käuflichkeit von Amtsträgern unterbunden werden muss".

Dipl. Inf. Friedrich E. Starp,

3003 Gablitz/Wienerwald

Zum Artikel von Christoph Rella und Mathias Ziegler, 28. August

Nur wenige Jugendlichen
in der katholischen Kirche

Der Schreiber dieser Zeilen gehört einer Pfarre im Bezirk Wien-Neubau an und besucht seit Jahrzehnten regelmäßig den Sonntagsgottesdienst. Bei formell mehr als 4.000 Katholiken im Pfarrsprengel sieht man dort oft keinen einzigen Jugendlichen. Die Anzahl der Erstkommunionskinder und der Firmlinge ist auf einen Bruchteil geschrumpft, und ist ihr "großer Tag" einmal vorbei, dann haben sie auch mit Kirche nichts mehr am Hut. Bei einigen festlichen Anlässen tritt eine nicht sehr zahlreiche Pfadfindergruppe in Erscheinung.

Es ist aber wohl keine boshafte Bemerkung, wenn ich sage: Die Firmung ist zum Sakrament der Verabschiedung der jungen Menschen aus der Kirche geworden. Aus dem sich stetig verschärfenden Priestermangel folgt auch, dass es kaum noch irgendwo einen Jugendkaplan gibt.

Dr. Franz Rader,

1070 Wien

Zum Gastkommentar von
Bernhard Christandl, 20. August

Eine fragwürdige
Anbiederung an die Nato

Es erstaunt mich, dass ein Angehöriger des österreichischen Bundesheeres Ansichten und Positionen vertreten kann, die sich gegen die Neutralität Österreichs richten: "Da eine künftige militärische Handlungsfähigkeit der EU realistisch nur im Wege der Nato denkbar ist, muss auch dieser Aspekt in die österreichischen Überlegungen (...) Eingang finden. Die Glaubwürdigkeit Österreichs als Partner ist nicht ungetrübt. Dazu [tragen] politische Alleingänge etwa im Fall des Nuklearwaffenverbotsvertrages [bei]."

Ist Bernhard Christandl für die Fortsetzung der atomaren Rüstung? Bewirbt er einen Nato-Beitritt, obwohl die große Mehrheit der Bevölkerung die Neutralität gestärkt haben will? Ich bezweifle die Verfassungsmäßigkeit seiner Äußerungen und hoffe, dass sie nur seine Privatmeinung und nicht die Meinung des Verteidigungsministeriums sind, von dem ich eine Entgegnung erwarte.

em. Univ.Prof H.Peter Degischer,

1040 Wien

Zum Artikel von Walter M. Weiss, 21. August

Gelungene Würdigung des Humorkünstlers Loriot

Brillant auch Walter M. Weiss - wie fein er schreibt über den uneingeschränkt gelobten "Beobachter zwischenmenschlicher Unzulänglichkeiten". Danke für die vergnügliche Lesezeit seines Textes!

Gesine Muschl,

per E-Mail