Sehenden Auges
in die vierte Welle

Die Pandemie mutiert mittlerweile zu einer der Ungeimpften und Reiserückkehrer. Aus den Medien war zu erfahren, dass in der Stadt Salzburg in der letzten Augustwoche von 392 Infizierten 322 Reiserückkehrer waren, was gut 82 Prozent entspricht.

Es ist nur mehr ärgerlich, als Geimpfter zusehen zu müssen, wie wir in die vierte Welle taumeln, während die Regierung plant und plant und diskutiert und diskutiert und die Wahlen in Oberösterreich abwartet und im Halbschlaf dahindämmert, bis ...

Otto Diendorfer,

4150 Rohrbach-Berg

Einschränkungen
für Impfverweigerer

Wir befinden uns mit 40 Prozent Ungeimpften in der vierten Welle. Die Politik muss uns vor jenen, die die Schutzimpfung ablehnen, schützen.

Lockdown für Ungeimpfte: Wer geimpft ist, hat bei einer Ansteckung keinen schweren Verlauf zu befürchten. Nichtgeimpfte können überall mit gravierenden Folgen angesteckt werden. Bei hohen Corona-Zahlen dürfen daher Ungeimpfte nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen, um die Freiheit anderer nicht einzuschränken.

Vorstufe Kostenersatz: Nicht-Geimpfte tragen alle Folgen der Eigenverantwortung, weil sie die Herdenimmunität blockieren, beispielsweise Krankenhauskosten.

Ausnahmen bei beiden Modellen sind Impfhindernisse aus medizinischen Gründen.

Dr. Ewald Maurer,

1160 Wien

Zu wenige Plätze auf
den Intensivstationen

Die Regierung überlegt, welche Maßnahmen gesetzt werden können, wenn die Auslastung der Intensivstationen durch Covid-Patienten weiter steigt. Da gibt es eine simple Lösung: mehr Intensivstationen! Das geht natürlich nicht so schnell, aber es gab bereits genug Zeit während dieser Pandemie (und davor). Aber man hat sich nur auf die Impfwilligkeit der Bevölkerung und auf die Wirksamkeit der Impfstoffe verlassen. Beides zieht nicht.

Peter Jürß,

1160 Wien

Zum Gastkommentar von
Franz Nauschnigg, 28. August

Die Befürworter einer
höheren Inflation

Der Verzicht auf sachliche Argumente und die Bezeichnung Andersdenkender als "Inflationsparanoiker" dienen dem Verschweigen der Realität. Als ehemaliger Abteilungsleiter der Oesterreichischen Nationalbank und als Berater mehrerer sozialdemokratischer Finanzminister kann man es sich (wie Franz Nauschnigg) mit einer höheren Pension offensichtlich leisten, die Folgen der Geldentwertungspolitik und der Zinsmanipulation für die Bürger als Konsumenten, als Sparer, als Altersvorsorger und als Steuerzahler (kalte Progression) auszublenden und für eine Entschuldungspolitik im Interesse überschuldeter Staaten sowie für eine geldpolitische Zwangsumverteilung von Einkommen und von Vermögen einzutreten.

Mag. Josef Stargl,

1100 Wien

Zum Artikel von Matthias
Greuling, 28. August

TV-Kochshows auch
mit Paris Hilton

Es ist verwunderlich, dass in dem Artikel die österreichische Fernsehküche völlig ausgespart bleibt. Wie ich mich erinnere, war nach dem legendären Franz Ruhm der nicht minder beliebte Küchenchef Helmuth Misak von 1961 bis 1977 mit Geduld, großem Können und Wiener Schmäh am Werken. Sein Credo war: Selbst eine Bäuerin im entferntesten Ort soll die Zutaten bekommen und das Gericht kochen können. Großen Wert legte er auch auf die Resteverwertung. In einer Zeit, in der so viele Lebensmittel weggeworfen werden, ein ganz wichtiger Aspekt!

Eigentlich haben heutige Kochsendungen mit der Kunst des
Kochens wenig zu tun. Und wenn Nichtköchinnen mit lackierten Fingernägeln herumpantschen, vergeht mir der Appetit!

Elisabeth Weihsmann,

1020 Wien

Zum Kommentar von
Christian Ortner, 27. August

Die Rolle des Staates
in der Gesellschaft

Christian Ortner scheint ein Anhänger der neoliberalen Schule von Friedrich August von Hayek und Milton Friedman zu sein, die den Staatseinfluss zurückdrängen und alles dem freien Spiel der Marktkräfte überlassen will. Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist für Neoliberale kein Thema.

Wenn nun Ortner das kommunistische System mit allen seinen Auswüchsen mit sozialdemokratischem Gedankengut gleichsetzt, geht das völlig vorbei an den immer mehr zu Tage tretenden Notwendigkeiten, dass der Staat sich eben um viele Dinge kümmern muss (Gesundheitswesen, Infrastruktur, Umweltschutz), weil private Unternehmen nur ihren Profit im Auge haben. Was uns Herr Ortner weismachen will, ist Denkweise von gestern.

Max Cholewka,

1220 Wien

Zum Kommentar von
Christina Böck, 26. August

Das ikonische Baby auf dem Nirvana-Album "Nevermind"

"(...) tatsächlich würde man heute so ein Foto nicht mehr verwenden - zumindest würde man die Geschlechtsteile des Kindes nicht so offen zeigen": Das kann ich - nach einer Festwocheneröffnung mit splitternackten Frauen vor dem Rathaus oder einer "Don Giovanni"-Inszenierung, die den Auftritten von Donna Elvira und Zerline jeweils eine nackte Frau beistellt - beim besten Willen nicht nachvollziehen. Das Baby im Pool wird keinen einzigen Pädophilen animieren. Ich kenne die Reaktionen dieser Spezies aus bitterer, langjähriger Berufserfahrung.

Monika Kleinertz,

1090 Wien