Höhere Verkehrsbelastung durch die Stadtstraße

Wie soll die Donaustadt mit noch mehr Autoverkehr aussehen? Eine weitere hochrangige Straße wie die Stadtstraße (eigentlich eine Autobahn) wird noch mehr Verkehr, vor allem Lkw-Transitverkehr, in die Donaustadt bringen, statt diesen zu reduzieren.

Die Seestadt wurde als autoverkehrsreduziert konzipiert. Warum benötigt sie dann zwei Autobahnanschlüsse, zur A23 (Südosttangente) und zur S1 (Lobau-Autobahn)? In eine überfüllte Autobahn wie die A23 kann man doch keinen neuen Verkehr einleiten, das sagt die Logik. Die Seestadt hat eine Anbindung an U-Bahn, Autobusse, Schnellbahn, und eine Straßenbahn ist auch geplant. Warum reicht nicht eine herkömmliche zweispurige Aufschließungsstraße wie auch sonst in Wien?

Die Stadtstraße würde direkt neben bestehenden oder auch geplanten Wohnsiedlungen vorbei führen. Wie komme ich, wie kommen wir dazu, diese geplante Verkehrshölle ausbaden zu müssen?

Gabriele Hirschl,

1220 Wien

Absehbare Staus durch schlechte Planung

Was sind die tatsächlichen Beweggründe der Stadt Wien für die Stadtstraße als Anbindung der Seestadt? Für 20.000 Menschen wird wohl keine Straße mit einer Kapazität für 60.000 Autos benötigt! Und es gibt nicht viele Gebiete mit einem so dichten Öffi-Netz.

Die anderen Wohngebiete werden ja nicht mit der Stadtstraße erschlossen, vielmehr wird sich durch diese der Verkehr durchstauen. Man muss sich nur den Trassenplan ansehen: Die A23 nimmt dort, wo die Stadtstraße einmünden wird, keinen neuen Verkehr mehr auf. Welche hirnrissige Verkehrsfehlplanung für 460 bis 600 Millionen Euro für circa
3 Kilometer Straße!

Ing. Alfred Benda,

1220 Wien

Eine Bevorzugung
des Autoverkehrs

Die Stadt Wien, die unbedingt dieses fatale Straßenprojekt durchziehen will, hat sich noch nicht einmal bereitgefunden, sich dem Klimaticket anzuschließen, zusammen mit Niederösterreich und dem Burgenland. Da könnten ja Leute auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen und nicht mehr jeden Tag in ihren SUVs nach Wien donnern.

Im Übrigen soll die Stadtstraße an die Transversale Gdansk-Bratislava-Wien angeschlossen werden. Es handelt sich also keinesfalls um eine niedliche "Stadtstraße", sondern um eine vierspurige Autobahn. Und wenn Ulli Sima sagt, man dürfe nur mit 50 km/h fahren, ist das zum Lachen: Die Straße wird ewig verstopft sein.

Dr. Margarete Lazar,

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