Zum Leitartikel von Walter
Hämmerle, 21. September

Pragmatismus als
Vorwand für Herzlosigkeit

Mich wundert, dass bei dieser richtigen Analyse der "gnadenlose Pragmatismus" nur in Zusammenhang mit Umverteilung und den neoliberalen Sparkonzepten erwähnt wird.

Gefühle geben den Ton an und erzeugen eine emotionale Auseinandersetzung, die Argumente wirkungslos macht. Bei der praktizierten Politik werden jedoch nicht nur Gefühle, sondern auch das, was für mich niedrige Instinkte sind, für den Wahlerfolg professionell und gewissenlos angesprochen. Eine Werteorientierung, die von Solidarität und Respekt geprägt war, wird durch Neid und dann auch Hass ersetzt. Menschenrechte gelten nur noch, wenn sie für "uns" nützlich sind.

Dieser Politikstil, für den auch Wahrheit keinen Wert mehr darstellt, wird mit wissenschaftlichen Methoden so professionell betrieben, dass es fast unmöglich ist, sich der Manipulation zu entziehen. So wird die Demokratie ad absurdum geführt.

Peter Zweimüller,

8043 Graz

Die Finanzierbarkeit
des Pensionssystems

Wenn es so weitergeht, werden die Pensionen ruiniert. Unser Pensionssystem ist nach einem langjährigen mathematischen Schlüssel entwickelt worden. Ausgangspunkt: eine mehrheitlich einzahlende Bevölkerung von circa 7,5 Millionen Menschen. Nun kommen aber Personen in unser System, die nie eine Einzahlung getätigt haben, aber in den Genuss einer Pension kommen. Dasselbe gilt auch für unser Sozialsystem.

Die Personenanzahl macht die Differenz aus. Aus dem Schlamassel kommen wir nur raus, wenn diese Personen besser kontrolliert und rascher außer Landes gebracht werden. Die illegalen Wanderungen wären auch genauer zu hinterfragen.

Helmut Kovanda,

per E-Mail

Politische Fehler bei
der Corona-Strategie

Wo bleibt die Haftung der Regierung? Das Chaos von Österreichs Corona-Strategie hat die vierte Welle verursacht. Verglichen mit Dänemark ist zu vieles faul im Staate Österreich. Unterschiedliches Datenmaterial von Gesundheits- und Innenministerium sowie der Länder hat das Vertrauen und die Impfakzeptanz beeinträchtigt. Ebenso die Unklarheit, wer für Maßnahmen verantwortlich war. Fehlende Erhebungen zu Folgeschäden durch aufgeschobene Operationen. Keine begleitende Erforschung von Langzeitfolgen durch Covid-19.

Dr. Ewald Maurer,

per E-Mail