Die Ideologie des Kommunismus

Die Siegerin von Graz kann uns nichts vormachen. Am Stimmzettel stand nicht "Liste Elke Kahr", sondern "Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ)". Das Ausblenden der im Namen des Kommunismus verübten Gräueltaten muss scheitern. Nur eine so menschenverachtende Ideologie konnte DDR-Grenzsoldaten dazu bringen, auf Mitbürger zu schießen. Wir gedenken in Demut der Toten der "Säuberungen" Stalins: Dem Massenmörder sind laut Historiker bis zu 20 Millionen Menschen zum Opfer gefallen. Wir vergessen auch nicht die im Oktober 1950 von der KPÖ angezettelten Streiks. Gott sei Dank misslang dieser Putschversuch.

Frau Kahr ihrer Partei ist zu einem Zeitpunkt beigetreten, als Normalsterbliche heilfroh waren, nicht im Ostblock leben zu müssen. Kommunismus steht für Enteignung, Massenverelendung, Unterdrückung. Damals wie heute!

Dr. Wolfgang Geppert,

1010 Wien

Die Sorge um die
"kleinen Leute"

"Kümmerismus" statt Kommunismus, das hatte schon seine Richtigkeit. Sich um die "kleinen Leute" kümmern, das war - neben einem aktiven und glaubwürdigen Antikommunismus - die Grundlage für die politischen Erfolge der SPÖ. Das war einmal ...

Ein Rückblick ergibt grosso modo die folgende Zeitreihe: Bis 1960 kümmerte sich die SPÖ engagiert um die "kleinen Leute", bis 1980 kümmerte sie sich (zumindest auch) um die kleinen Parteimitglieder, ab 1980 kümmerte sie sich nur mehr um die aktiven Parteifunktionäre. Letztere erfahren seit 2000 geteilte Aufmerksamkeit - entweder als auf Distanz zu haltende Angehörige der eigenen Klientel oder als "kaltzustellende" Angehörige einer fremden Klientel.

Dr. Ernst Bobek,

1140 Wien

Unerwarteter Wahlerfolg
in Oberösterreich

Der starke Gewinn der Liste MFG in Oberösterreich ist ein Alarmzeichen für die Demokratie! Wenn Gruppierungen mit abstrusen Themen wie Impfverweigerung in Pandemiezeiten so stark gewinnen können, stellen sie die Demokratie in Frage. Der Mensch als Einzelner muss auch in der Demokratie sich und seine Freiheit bis zu einem gewissen Grad dem Gemeinwohl unterordnen, sonst droht Schlimmes!

Ich gebe Professor Peter Filzmaier recht, wenn er über die MFG sagt: "Bei der nächsten Wahl gibt es kein Pandemiethema mehr, damit fehlt die zugkräftige Wahlparole." Aber im überzogenen Ego-Trieb unserer Zeit finden sich immer wieder neue Themen, die mindestens genauso abstrus sind wie die Impfverweigerung, aber gefährliche Gedankenspiele nach sich ziehen können: gefährlich, wenn der Einzelne über die Gemeinschaft gestellt wird.

Günter Braun,
1020 Wien

Gedanken zum Welttierschutztag

Mehr denn je findet sich Tierschutz im Spannungsfeld zwischen der Vermenschlichung und der Versachlichung der Tiere wieder. Auf der einen Seite werden Tiere verhätschelt - Tierfrisöre, Hundeexperten und Katzenpsychologen haben Hochkonjunktur -, man empört sich über Tiertransporte und unterstützt das Tierschutz-Volksbegehren.

Gleichzeitig steigt der Fleischverbrauch kontinuierlich. Wälder werden gerodet, um Weideflächen für das Steak von morgen zu schaffen. Wir tauschen problematische oder langweilige Haustiere gegen ansprechendere Modelle aus. Wir benutzen den Lebensraum von Weide- und Wildtieren ganz selbstverständlich für unser Vergnügen und stapfen mit bellenden Hunden und schreienden Kindern durch Wald und Flur.

Ist der Unterschied zwischen Verhätschlern und (Aus-)Nützern tatsächlich so groß? Dient nicht letztendlich alles nur unterschiedlichen menschlichen Bedürfnissen? Tun wir, was wir Tieren (an)tun, nicht immer aus individuell-egoistischer Motivation?

Tierschutz ist weniger die Lösung eines Problems als vielmehr die hauchdünne Schicht Menschlichkeit über der Fratze des Barbaren. Der Tierschutz hat seinen Zweck erst erfüllt, wenn er nicht mehr "in" ist, sondern obsolet.

Ingrid Stracke,

Tierschutzverein, Tierheim und Gnadenhof Purzel & Vicky,

8076 Vasoldsberg

Düstere Zukunft für die heimischen Bauern

Sie bekommen wenig für Milch, Getreide, Fleisch und ihre harte Arbeit. Auch ehemalige Großbauern und Super-Pächter gehen reihenweise ein. Nebenerwerbsbauern: Lebenslang ohne Urlaub, weil die Sieben-Tage-Verpflichtung im Stall ruft. Die Kinder arbeiten mit, fern des Arbeitszeitgesetzes, bis sie die Landflucht antreten und in urbanen Ballungsräumen anonymisiert untertauchen.

Die süßen Fotos auf den Prospekten der Lebensmittelkonzerne mit den grünen Komma-99-Preisen sind ein Fake. Das rosa Schweinchen mit lächelnder Marketing-Blondine und einer in Gabalier-Tracht gekleideten Kinderschar gibt es nämlich nur beim Foto-Shooting in einem potemkinschen Bauerndorf.

Die Bezirksbauernkammern wurden aufgelöst oder zusammengelegt. Die bäuerliche Sozialversicherung wurde in einen neuen Selbständigenträger migriert. Ratlose Landes- und Nationalräte ohne Visionen für den ländlichen Raum, dafür Sprüche über Hochwasserschutz, digitale Transformation und Ausbau der Glasfaserkabel. Eine EU-Agrarpolitik, die qualitätslose und klimafeindliche Quantität in kryptischen Regelwerken priorisiert.

Und wir Konsumenten sind geil auf die Billigproduktlinien, möglichst im Lockvogelrabatt. Geil auf Dumpingpreise, die unsere letzten Bauern europaweit ruinieren. Hauptsache, das Sonntagsschnitzerl kostet 0,99 Euro.

Fritz Baumgartner,

4222 St. Georgen/Gusen