Zum Artikel von Matthias Winterer, 20. November

Der harte Kern der Impfverweigerer

Der Bericht über die "Speerspitze der heimischen Corona-Leugner" im Stadtpark macht teilweise sprachlos, wenn man die kruden Theorien und Meinungen liest. Dazu gehört ein im Artikel erwähntes Transparent, auf dem Intelligenz mit Impfverweigerung gleichgesetzt wird - demnach wären die geschätzten rund 15 Prozent Impfverweigerer die Intelligenzschicht unserer Gesellschaft.

In einem gegenteiligen Slogan hieß es dagegen: "Gott sprach: ‚Ich will euch Intelligenz geben!‘ - Der Impfverweigerer: "Nehm’ ich nicht, wer weiß, was das für Langzeitfolgen hat!" Das scheint wohl eher zutreffend zu sein.

Dipl. Inf. Friedrich E. Starp,

3003 Gablitz/Wienerwald

Der Schlüssel für ein
Ende der Pandemie

Nach 1945 galt in den Hinterköpfen der Spitalsplaner: "Wir wissen nicht, ob es nicht eines Tages wieder losgeht. Wir brauchen Spitäler mit 35 Prozent freien Kapazitäten, in denen die Verletzten von Kriegshandlungen sofort versorgt werden könnten." Es muss in den 1960ern gewesen sein, als die neoliberale Wirtschaftsdoktrin im Spitalswesen Fuß fasste. Die Leitlinien waren nun: Privatisierung, Ausbau von Kompetenzzentren, immer verbunden mit Fokus auf Kostensenkung für die öffentlichen Spitäler und gewinnbringenden Betrieb der Privatspitäler.

Wenn in den vergangenen Jahrzehnten Spitalerhalter eine "Seuchenreserve" an Zimmern und Ausrüstung verlangt hätten, wären sie knapp an der Kündigung vorbeigeschrammt. Reserven für Bedarfsspitzen wurden streng kalkuliert, aber sicher nicht leichtfertig reduziert.

Wir müssen zur Kenntnis nehmen: Der Ausbruch von Corona war ein unvorhersehbares Ereignis. Für das, was voraussehbar war, sind wir gut gerüstet. Man kann einer Pandemie nicht mit Spitalsvergrößerungen begegnen. Da gibt es eine viel schneller umsetzbare Lösung: die seit mehr als einem Jahr uneingeschränkt verfügbare Impfung. Dort liegt der Schlüssel für den medizinischen Sieg über die Pandemie!

Dipl. Ing. Gerhard Lemoch,

1030 Wien

Die Rothschild-Stiftung
und die Stadt Wien

Ich meine, dass die Streitfrage nicht mit der Anbringung von Gedenktafeln an den Pavillons am Rosenhügel gelöst ist. Nur am Rande wird erwähnt, dass die Stadt Wien seit 2017 die Letztbegünstigte der Stiftung ist.

Soweit ich informiert bin, soll das Neurologische Krankenhaus Rosenhügel abgesiedelt und in die Klinik Hietzing verlegt werden. Sollten für die Zeit danach Bebauungspläne in der Schublade liegen, wäre das ein weiterer Fall von Zerstörung eines Grünraumes im Stadtgebiet - und das in Zeiten höchstnotwendiger Klimaschutzmaßnahmen! Ohne das Ergebnis der Expertenkommission schmälern zu wollen: Es trägt nichts zur Rettung des Ensembles bei.

Mag. Brigitte Ziegler-Hanak,

1230 Wien