Zum Gastkommentar von Heinrich Breidenbach, 24. November

In jeder Gesellschaft
gibt es Spaltungen

Die menschliche Gesellschaft war doch zu allen Zeiten "gespalten". In unserem Land standen Christen den Heiden gegenüber, reiche Adeligen den armen Bauern, nach der Reformation Evangelische den Katholiken, seit der Aufklärung die aufstrebenden Bürgerlichen dem etablierten Adel, im 19. Jahrhundert ausgebeutete Proletarier den besitzenden Kapitalisten, in der Ersten Republik die Sozialdemokraten den Christlichsozialen, von 1930 bis 1945 die Nazis den Demokraten.

In jeder Demokratie sind Regierende und Opposition in ihrer Haltung zu beinahe jeder Frage "gespalten". Fast zu jeder Zeit muckte die Jugend gegen die Alten auf. Auch bei den Kommunisten waren die Apparatschiks von der breiten Masse "gespalten". Ängste vor "den anderen" wurden und werden stets geschürt. Also "nichts Neues unter der Sonne"!

Dr. Franz Rader,

1070 Wien

Es kommt auch auf
die Bezeichnung an

Stechen, Stich, gestochen werden, wird von vielen mit Angstgefühlen in Verbindung gebracht. Ich frage mich, warum man seit Beginn der Pandemie den "Stich" zum Kosewort hochstilisiert hat. Hätte man von Anfang an einfach von Erstimpfung, Zweitimpfung und so weiter gesprochen, wäre die Abneigung wahrscheinlich bei vielen nicht so groß gewesen.

Mag. Wilfried Ledolter,

8680 Mürzzuschlag

Ein klares Nein zur
Gefährdung der Lobau

Wer nur ein wenig Herz für den Erhalt der Natur hat oder die Pariser Klimaziele ernst nimmt, muss beim geplanten Ausbau der Stadtautobahn mehr als Herzschmerz bekommen. Was denken sich die Politiker, allen voran jene der SPÖ, bei diesem Projekt? Hinter uns die Sintflut? Was interessieren mich ein paar Käfer oder Sträucher? Grundwasser - wer braucht das? Sind das wirklich die Zukunftsperspektiven unserer Politik für unser Land?

Es ist himmelschreiend, was hier an Bausünden entstehen soll. Eine vierspurige Stadtautobahn, die angeblich die Tangente entlasten soll. Hört man auf die Meinung der Planungsexperten, dann wird klar, dass der Ausbau noch mehr Verkehr anziehen wird. Der Tunnel ist ohnehin ein absolutes "No-Go". Ein Tunnel quer durch ein Naturschutzgebiet!

Wir wollen keinen Zuwachs an Verkehr und schon gar nicht den durch Schwertransporter. Nein zum Absenken des Grundwassers und zum Raubbau an der Natur. Nein zum Überrollen der Dörfer entlang der neuen Autobahn. Nein zum Schwerkehr über die TEN25.

Dr. Lea Petrik,

1220 Wien