Trügerische Sicherheit
drückt die Impfquote

Auch wenn Fehler der Bundes- und Landesregierungen beim Umgang mit der Pandemie nicht wegzureden sind, wurde bis dato ein Aspekt zu wenig diskutiert: die individuellen Erfahrungen mit Covid und deren Auswirkung auf die Impfquote. Nehmen wir Brasilien: Trotz der Politik Jair Bolsonaros hat Rio de Janeiro bereits eine Impfquote von mehr als 90 Prozent erreicht. War die Corona-Politik in Spanien und Portugal (beide weisen eine hohe Impfquote auf) tatsächlich so viel besser als in Österreich oder Deutschland?

Die Menschen in Brasilien, Spanien und Portugal haben in einem viel stärken Ausmaß miterlebt, dass jemand, den sie kennen, am Coronavirus verstirbt, kein Bett im Spital bekommt, teils nicht einmal ein Beatmungsgerät erhält. Wäre es möglich, dass unser gutes Gesundheitssystem in Österreich einer nicht unbeachtlichen Zahl an Bürgern den trügerischen Schein vermittelt, dass eh alles nicht so schlimm sei?

Mag. Michaela Krizmanits,

1130 Wien

Die Regierung soll ohne Neuwahlen weiterarbeiten

Sebastian Kurz handelte zwei erfolgreiche Koalitionsvereinbarungen und damit Regierungsprogramme aus, die positive Aussichten für unser Land beinhalteten. Das erste wurde aus Schuld der FPÖ vorzeitig aus dem Verkehr gezogen. Der aktuelle Koalitionsvertrag mit den Grünen ist nach wie vor aufrecht. Dass sich durch die Pandemie die Handlungsprioritäten verlagern, hat natürlich zu mancher suboptimalen Entscheidung führen müssen.

Als Bürger dieses Landes erwarte ich mir von der Regierung, dass sie ihre Arbeit weiterführt und uns 2024 darüber abstimmen lässt, inwieweit "das Beste aus zwei Welten" umgesetzt wurde. Von der Opposition erwarte ich konstruktive, durchaus harte Auseinandersetzung mit der Regierungspolitik. Und 2024 sollen die Karten neu gemischt werden!

Günter Braun,

1020 Wien