Zum Gastkommentar von
Franz Schausberger, 21. Dezember

Nationalsozialisten in
der Ersten Republik

Mit wissenschaftlicher Akribie beschreibt Franz Schausberger die Situation Österreichs am Beginn der Ersten Republik. Die Krise in der jungen Republik war enorm; viele lehnten diesen ab, vor allem Nationalsozialisten und Deutschnationale, aber auch Sozialdemokraten. Die Darstellung zeigt auf, dass die Nationalsozialisten bereits großen Einfluss auf die österreichische Innenpolitik nehmen konnten und dass Adolf Hitler im Alten Rathaus in Wien am 28. Dezember 1921 eine Brandrede gegen die österreichische Regierung und den damaligen christlich-sozialen Kanzler Johannes Schober hielt. Aus heutiger Sicht wirken die damaligen Vorkommnisse wie ein Menetekel; ein Menetekel einer sich verhängnisvoll anbahnenden Zukunft.

Prof. Dr. Fritz Rubin-Bittmann,

per E-Mail

Zum Artikel von Matthias Winterer, 18. Dezember

Alternativen zum Heizen
mit der Gastherme

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt stammt bloß etwa ein Drittel der Fernwärme aus der Müllverbrennung und der überwiegende Rest aus Kraft-Wärme-Kopplungen, die jedoch durch kalorische Kraftwerke, also fossile Verbrennung, gespeist wird. Nun mag die Energieeffizienz bei dieser Kraft-Wärme-Kopplung höher sein als bei Gasetagenheizungen. Ein sehr großer Teil dieser Effizienz geht jedoch durch Übertragung, Wartung und Errichtung wieder verloren.

Soll nun die Fernwärme in Zukunft auf das Drei- bis Vierfache ausgeweitet werden, dann sinkt der Müllverbrennungsanteil drastisch. Gleichzeitig wird Wien aus den kalorischen Kraftwerken aussteigen müssen. Damit fallen auch die Kraft-Wärme-Kopplungen weg. Ob der Heißwassersee unterhalb Wiens tatsächlich so ergiebig ist wie erhofft, werden erst die nächsten Jahre zeigen.

Es bleibt für die Zukunft als Alternative synthetisches Gas oder Öko-Strom als Heizquelle. In beiden Bereichen findet derzeit ein drastischer Preisverfall statt. Es macht Sinn, darüber nachzudenken, die bestehenden Strom- und Gas-Zuleitungen für diese Bereiche fit zu machen, statt mit enormem Aufwand eine neue (Fernwärme-)Infrastruktur in Gegenden zu bringen, die wirtschaftlich nicht erschließbar sind.

Hans G. Zeger,

per E-Mail

Überambitionierte Ziele
beim Umweltschutz

Ich bin gespannt, ob die Gemeinde Wien es schaffen wird, die Beheizung meiner in einem historischen Altbau gelegenen Wohnung auf eine als "umweltfreundlich" definierte Alternative umzustellen. Wenn nicht: Muss ich mich dann sehr warm anziehen? Generell ist zu solchen grünen Vorhaben einmal mehr festzustellen: Die EU mit ihren Umweltzielen macht weltweit etwa 8 Prozent aus. Der Rest schert sich um diese Ziele annähernd null.

Mag. Werner Cejnek,

1030 Wien