Zur Kolumne von Ralf Beste,
26. Jänner

Die feine Klinge und die gewissen Unterschiede

Ralf Beste müsste unbedingt dazu bewogen werden, seine Kolumne weiterzuführen, solange er Botschafter Deutschlands in Wien ist. So wie er die Unterschiedlichkeiten unserer beiden Nationen, vor allem auch in der Sprache, mit eleganter Florettführung herauszuarbeiten versteht, ist das einzigartig, und er hebt sich höchst angenehm von denjenigen unserer Sprachkämpfer ab, die lieber den Morgenstern verwenden.

Wolfgang F.J. Wildberger,

per E-Mail

Zum Gastkommentar von
Heinz Högelsberger, 25. Jänner

Das Dilemma unserer Energieversorgung

Heinz Högelsberger argumentiert richtigerweise mit den unzweifelhaften Gefahren der Atomenergie und erfreulicherweise auch mit Zahlen, indem er abschätzt, dass sich quantitativ eine Energiewende mit Atomenergie wohl bis 2050 nicht realisieren lässt.

Leider legt er danach den Taschenrechner weg. Ein Ausbau der von ihm genannten nachhaltigen Energien führt zwar in die richtige Richtung, aber selbst wenn rechtzeitig die nötigen Kapazitäten aufgebaut werden könnten, lässt sich damit alleine nicht verhindern, dass an windstillen Winterabenden die Lichter ausgehen werden.

Es geht nämlich nicht nur um die bilanzierte Jahresproduktion an elektrischer Energie, sondern auch darum, jederzeit den momentanen Strombedarf abzudecken. Dazu fehlen aber Speicher, um die bei den meisten nachhaltigen Energiequellen unvermeidlichen Versorgungslücken auszufüllen, die noch überwiegend von thermischen Kraftwerken gefüllt werden. Diese Speicher sind in Europa schlicht nicht vorhanden und in der geplanten Zeit realistisch nicht aufbaubar.

Realistischerweise haben wir nur die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub: Entweder thermische Kraftwerke zumindest als Back-up in Betrieb halten oder drastisch Energie einsparen.

DI Gerhard Raimann,

2534 Alland

Versprechen und Wirklichkeit im Tiroler Nahverkehr

Als "1-2-3 Ticket" angekündigt, für 365 Euro pro Jahr für ein ganzes Bundesland im Nahverkehr, begann die Geschichte des Klimatickets. Doch was passiert in Tirol? Der Verkehrsverbund Tirol informiert nun, dass das Jahresticket zukünftig 519,60 Euro kostet. Eine Preisdifferenz von plus 42 Prozent zwischen Versprechen und Wirklichkeit - in Zeiten der allgemeinen Corona-Teuerungsspirale.

Der Bund hat Mittel in der Höhe von 100 Millionen Euro zur Unterstützung regionaler Klimatickets für die Bundesländer bereitgestellt (inklusive jährlicher Inflationsanpassung, versteht sich). Da stellt sich die Frage: Was bitte passiert mit dem vielen Geld in Tirol?

DI Herbert Schmid,

6232 Münster