Zur Kolumne von Christian Ortner, 11. Februar

Neue Einschränkungen
der Meinungsfreiheit

In Europa sollte man doch noch bestens in Erinnerung haben, was passiert, wenn Meinungen unterdrückt werden: zuletzt die sozialistischen Diktaturen, davor der Nationalsozialismus. Das sollte doch Mahnung genug sein, um mit allen Mitteln der "Cancel Culture" gegenzusteuern.

Hon.Prof. Dkfm. Horst Schauerte,

1230 Wien

Allgemeinwohl vor
privaten Interessen

Es ist meine tiefe Überzeugung, dass alles, was Dienst am gesamten Volk ist, nicht in die Hände von Privatunternehmerinnen und Privatunternehmern gehört. Post, Bahn, Bildung, Gesundheitswesen, die gesamte Infrastruktur gehören verstaatlicht. Viele dieser Bereiche müssen auch nicht gewinnbringend arbeiten.

Ein christlicher Grundsatz lautet, dass das Gemeinwohl immer Vorrang vor dem Privateigentum hat. Die Steuerpolitik soll auch eine Umverteilung von Reich zu Arm sein. Den Privatbetrieben müssen Grenzen gesetzt werden, einerseits durch Gesetze und andererseits durch das Engagement der Gewerkschaft.

In der Katholischen Soziallehre heißt es, dass Arbeit immer Vorrang vor dem Kapital hat, weil die Arbeit mit dem Menschen selbst zu tun hat, während das Kapital instrumentalen Charakter hat. In die Wirklichkeit übersetzt heißt dies, dass die eigentlich Bestimmenden in der Wirtschaft die Vertretungen der Arbeitnehmerinnen und -nehmer sein sollen und nicht die Kapitaleigentümerinnen und -eigentümer, ob staatliche oder private. In der Grundintention soll es in der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft immer um den Menschen gehen. Das ist gelebte Liebe.

Kaplan Franz Sieder,

3300 Amstetten