Eine Chance für
weniger Autoverkehr

Im Zusammenhang mit den explodierenden Spritpreisen schlagen immer mehr Politiker eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel vor, um Pendler zu entlasten. Und das, nachdem ein sogenanntes Umweltticket eingeführt wurde.

Allen vernünftigen Menschen im Land muss ja wohl klar sein, dass die anspruchsvollen Ziele der Umweltpolitik Geld kosten. Statt froh zu sein, dass man jetzt für den durch die Decke gehenden Spritpreis den Ukrainekonflikt verantwortlich machen und so von Preissteigerungen durch Umsetzung von Klimazielen ablenken kann, bejammert man jetzt die "armen Pendler". Wenn nur die beim Auto bleiben, die wirklich keine zumutbare Alternative haben, können wir den Spritverbrauch und damit den CO2-Ausstoß in Österreich schätzungsweise um zwei Drittel reduzieren.

Günter Braun,

1020 Wien

Die Illusion von
Österreichs Neutralität

Dem Namen nach besteht unsere Neutralität ja noch. Aber sie hat praktisch wenig Bedeutung und vor allem nicht die von den Befürwortern angenommene Schutzwirkung. Der Warschauer Pakt hat sich in seinen Kriegsplänen, wie nach seiner Auflösung bekannt gewordene Dokumente beweisen, wenig um sie gekümmert. Ebenso wenig hat sich die Nato um unsere Neutralität gekümmert, wenn sie wegen Interventionen im Nahen Osten mit ihren Militärflugzeugen den österreichischen Luftraum verletzt hat. Und glaubt man, dass ein Diktator wie Wladimir Putin, ein kleines, wehrloses Land schonen würde, wenn es seinen Plänen im Wege stünde?

Sollen wir der Nato beitreten? Das wäre ehrlich und würde uns und der EU eine Menge Probleme ersparen. Aber es würde uns auch viel kosten. Und wir würden einen weiteren Schritt in internationale Abhängigkeiten setzen, in der die Großen bestimmen und die Kleinen mitmachen müssen.

Peter F. Lang,

per E-Mail

Mehr Unterstützung
für Frauen mit Kindern

Die gesunde Keimzelle der Gesellschaft ist die Familie, wenn beide Eltern oder Alleinerziehende bemüht sind, den Kindern das Rüstzeug zu geben für ein erfülltes Leben. Zu diesem für die Gesellschaft so wichtigen Kreis zählen auch Organisationen, die sich in der Kinderbetreuung engagieren.

Nur eine adäquate Erziehung und Förderung junger Menschen garantiert die Aufrechterhaltung des Sozialsystems. Somit gehören die Leistungen der Frauen, die sich für Kinder entscheiden, aufreichend finanziell ausgeglichen: für mindestens drei Jahre pro Kind ein Gehalt, das für die Pensionshöhe angerechnet wird. Dies schafft finanzielle Unabhängigkeit und Perspektiven, auch im fortgeschrittenen Alter noch beruflich erfolgreich zu sein.

Ferner sollten Frauen die Möglichkeit erhalten, sich einen Kinderwunsch auch ohne Partner erfüllen zu können.

Dr. Erne Hackl,

5201 Seekirchen