Barbarische Angriffe auf Zivilisten und Spitäler

Wenn nur ein kleiner Teil der Bilder aus der Ukraine, die man täglich im Fernsehen sieht, der Wahrheit entspricht, dann ist es eine Schande für die Menschheit. Wahllos werden Krankenhäuser und Wohnhäuser in den Großstädten durch die russischen Streitkräfte in Schutt und Asche gelegt. Man hat eins zu eins die barbarische Kampfführung aus Syrien auf Europa übertragen.

In einem bewaffneten Konflikt sind nicht alle Mittel und Methoden erlaubt. Das Humanitäre Völkerrecht legt fest, welche militärischen Operationen, Taktiken und Waffen zulässig sind. Es verbietet Angriffe auf Zivilpersonen sowie zivile Objekte, und Krankenhäuser haben einen besonderen Schutzstatus. Was wir sehen, ist Terror. Damit sollen die Mängel in der Logistik und die Schwächen im Kampf verdeckt werden.

Oberst i.R. Kurt Gärtner,

4600 Wels

Diktatoren und ihre
typischen Methoden

Ob Stalin, Hitler, Ceausescu, Saddam, Karadžić oder Putin, die Masche war immer ähnlich: Diktatoren umgeben sich mit willfährigen, aber unfähigen Führungseliten, bauen Lügengebilde auf, schalten sämtliche Kontrollinstanzen aus, unterdrücken die Opposition, suhlen sich im Personenkult, vernebeln die eigene Bevölkerung und nutzen jenen Moment aus, in dem die Weltpolitik gerade festgefahren ist oder ungeschickt agiert. Bitter, dass immer Millionen unschuldiger Menschen das größte Leid ertragen müssen.

Wettrüsten wird niemals eine gute Lösung sein, denn die Pulverfässer werden dadurch nur noch größer, als sie schon sind. Es bleibt wohl einzig der mühsame Weg intelligenter Diplomatie und der weltweiten Stärkung von Demokratien.

Ueli Krasser,

CH-Hagendorn

Erinnerung an den
Krieg in Jugoslawien

Die europäische Hilfsbereitschaft für die ukrainische Bevölkerung kann nicht genug gewürdigt werden! Als vor 24 Jahren die Nato, klar völkerrechtswidrig, Jugoslawien bombardierte, mit gewaltigen Zerstörungen, zahlreichen Toten und riesigen Flüchtlingsströmen, ist mir keine ähnliche Anteilnahme erinnerlich. Haben wir so sehr an Humanität dazugelernt oder messen wir nur mit zweierlei Maß?

Rudolf Belyus,

per E-Mail

Die Mehrwertsteuer
auf Treibstoffe

In den vergangenen Tagen wurde eine mögliche Senkung der Mehrwertsteuer auf Treibstoffe (derzeit 20 Prozent) diskutiert. Doch aus juristischer Sicht ist sie in Österreich - vor dem Hintergrund der EU-rechtlichen Vorgabe von mindestens 15 Prozent - gar nicht möglich. Ein möglicher Ausweg: Der österreichische Gesetzgeber könnte den derzeit geltenden Steuersatz auf 15 Prozent senken. Aber weniger geht nicht, da schiebt uns das Unionsrecht einen Riegel vor.

Marlon Possard,

per E-Mail